Vasyl Lomachenko vs Anthony Crolla – Ein ungleicher Kampf

51998091_179853822993617_5797395454670495169_nMan ahnte schon vor diesem WM-Kampf, dass der Herausforderer dem Champ nicht gewachsen sein wird. Dass der boxerische Klassenunterschied dann aber doch so krass ist, hätte man wohl kaum gedacht. Crolla ging in Runde 4 „krachend“ KO, nachdem er bereits in den Runden zuvor keinen Stich gegen Lomachenko gesehen hatte.

In den ersten beiden Runden passierte noch nicht all zu viel. Der Herausforder, immerhin in der WBA-Rangliste noch vor Brobert Easter jr und Rances Barthelemy auf #1 liegend, versuchte zwar irgendwie mitzuhalten, aber schon die Runden 1 und 2 gingen locker an den Champ. Es wurde von Beginn an überdeutlich, dass Lomachenko in einer anderen Liga boxt.

Der dritte Durchgang brachte schon fast das Kampfende. Zumindest als der Ringrichter den Kampf unterbrach, glaubte Lomachenko bereits der Ref habe Crolla stehend aus dem Kampf genommen. Dem ging ein gewaltiger Schlaghagel voraus, der auf dem Mann aus Manchester einprasselte. Doch Ringrichter Jack Reiss zählte Crolla stehend an und gab den Kampf noch einmal frei, nachdem er die Ecke von Lomachenko vom Fortgang des Kampfes überzeugen musste. Doch genau in diesem Moment kam dann die Glocke zum Rundenende.

Ob Crolla nun zum Ende der 3. Runde stehend KO war oder nicht: Er bekam die Chance, sich in der Pause zu erholen. Das war zwar eine wohlmeinende Tat des Ringrichters, aber es half nicht. Crolla kassierte auch in Runde 4 reichlich und war nicht mehr in der Lage, sich zu wehren. Es kam was kommen musste: Ein finaler Niederschlag und damit das bittere Ende für den Herausforderer. Die Überlegenheit Lomachenkos wurde einmal mehr unter Beweis gestellt.

Hier der Kampf:

Die PK nach dem Kampf:

Auf der Undercard war Gilberto Ramirez gegen Tommy Karpency erfolgreich. Für den WBO-Champ im Supermittelgewicht sollte das ein Test im Halbschwergewicht sein. Karpency sah gegen Ramirez kein Land und seine Ecke gab den aussichtslosen Kampf nach 4 geboxten Runden auf.