NSV-Boxer gefordert: Dauerrivale Hannover am Samstag zu Gast

Lehmann vs Lauri
Lehmann vs Lauri
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Abass Baraou - Foto: Christoph Keil

Abass Baraou – Foto: Christoph Keil


Zum dritten Saisonkampf und zweiten Heimauftritt bekommen es die Boxer des Nordhäuser SV am kommenden Samstag ab 19:30 Uhr mit der Boxstaffel des BSK Hannover-Seelze zutun. Auf dem Weg zum Playoff-Kampf um den Meistertitel strebt das Team von Cheftrainer Andreas Dietrich-Scherfling den nächsten Sieg an. „Vor heimischen Publikum dürfen wir uns keinen Ausrutscher leisten und wollen alle Kämpfe gewinnen. Mit Hilfe unserer Fans bin ich guten Mutes, dass wir auch diese Hürde nehmen können“, macht Dietrich-Scherfling deutlich. Personell können die Nordhäuser Verantwortlichen aus dem Vollen schöpfen: Mit dem Deutschen Meister Abass Baraou und Peter Mullenberg aus den Niederlanden feiern zwei hockkarätige Neuzugänge ihr Debüt.

Den Saisonstart hätten sich die Nordthüringer nicht besser ausmalen können. Zwei Kämpfe und zwei deutliche Mannschaftssiege, von bisher insgesamt 16 Kämpfen gewannen die NSV-Boxer ganze 14. „Ich warne allerdings davor, dass wir uns zu früh freuen. Vier schwierige Kämpfe stehen noch vor uns, es ist noch nicht mal die Hälfte geschafft. Wir müssen weiter 100 Prozent geben, denn schon eine Niederlage kann uns wieder deutlich zurückwerfen“, warnt NSV-Manager Michael Döring davor jetzt nachzulassen.

Dasselbe erwartet auch Andreas Dietrich-Scherfling von seinen Mannen im kommenden Heimkampf gegen die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Das Team von Trainer Arthur Mattheis ist traditionell ein unangenehm zu boxender Gegner. Im Vorjahr hatten sie die Nordhäuser in der Ballspielhalle am Rande eine Niederlage und nur durch eine phänomenale Aufholjagd gelang es nach drei Niederlagen zu Beginn das Ruder noch rumzureißen, sodass die Punkte doch in der Rolandstadt blieben. Auswärts gab es zuvor sogar die erste Saisonniederlage. „Die Hannoveraner zeichnen sich durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und ihren Zusammenhalt aus. Sie können gemeinsam über sich hinauswachsen, haben zudem tolle Einzelsportler in ihren Reihen“, lobt Dietrich-Scherfling. Betrachtet man die bisherigen Kämpfe der Leinestädter, kamen bereits die drei starken Iren Stephen McKenna, Sean McComb sowie John Joyce zum Einsatz. Zudem können sie im Leichtgewicht auf den früheren Asienmeister Ameer Khadim Chanim und im Schwergewicht Eugen Schellenberg, bereits zweifacher Deutscher Meister der Elite, zurückgreifen.

Plakat NSV BSK

Plakat NSV BSK


„Wir erwarten auf jeden Fall acht hochkarätige Kämpfe, bei denen Nuancen entscheiden können“, so Döring. Denn auch die Nordhäuser sind bestens gewappnet um den Hattrick, ihren dritten Sieg in Serie, perfekt zu machen. Wie zum Heimauftakt gegen Chemnitz werden auch diesmal Banatamgewichtler Raman Sharafa, der Ungar Roland Galos sowie Superschwergewichtler Max Keller in den Ring steigen. Umstellen wird Dietrich-Scherfling in drei Gewichtsklassen. Im Weltergewicht steht Publikumsliebling Balázs Bacskai diesmal nicht zu Verfügung, wird aber durch den mehrfachen Deutschen Meister und Neuzugang Abass Baraou, bislang immer gegen die Nordthüringer im Einsatz gewesen, gleichwertig ersetzt. Zwei weitere Änderungen sind in den oberen Gewichtsklassen zu erwarten. Im Halbschwer feiert der Niederländer Peter Mullenberg sein Debüt im Dienste der Rolandstädter und im Schwergewicht kehrt der bereits in Straubing siegreiche Dragan Veljkovic zurück. Zudem gibt es in zwei Gewichtsklassen die Qual der Wahl: Im Halb-Weltergewicht stehen sowohl Routinier Eugen Dahinten und Youngster Wladislaw Baryshnik bereit, während im Mittelgewicht Stefan Nikitin und das Thüringer Eigengewächs Silivio Schierle mit den Hufen scharren und auf ihren Einsatz brennen. „Nachdem wir in der Vorsaison immer wieder mit Abstellungen zu kämpfen hatten und das im März aufgrund des Chemiepokals auch wieder der Fall sein wird, können wir jetzt nochmal aus den vollen Schöpfen“, freut sich Döring.

Tabellarisch ist ein weiterer Heimsieg Pflicht, denn trotz des Sieges gegen Chemnitz, bleiben die Sachsen weiter größter Verfolger. Mit einem Sieg gegen Straubing ziehen die Karl-Marx-Städter zwischenzeitlich mit dem Nordhäuser SV gleich. Eine Niederlage gegen Hannover würde erneute Punktgleichheit bedeuten. „Und Chemnitz hat noch den Trumpf des letzten Kampfes in eigener Halle gegen uns in ihren Händen“, gibt Dietrich-Scherfling zu bedenken.

Karten sind zum Preis von 10,- € im Vorverkauf bei Döring Bauelemente in der Hesseröder Straße 60 (Tel.: 03631-46500) erhältlich. Auch an der Abendkasse besteht für Kurzentschlossene noch die Möglichkeit, ein Ticket zu erwerben.

Text: Johann Reinhardt

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