
Foto: Team Joshua
In der neusten Ausgabe der „Sport-Bild“ gibt Schwergewichts-Superchamp Wladimir Klitschko ein Interview. Dabei kommt es zu einigen recht interessanten Aussagen. Er fühle sich jetzt, mit 39 Jahren besser und stärker, als in seinen 20er Lebensjahren. Solche Niederlagen wie gegen Sanders und Brewster würden ihm heutzutage nicht mehr passieren. Scheinbar fühlt Klitschko sich zur Zeit so wohl, dass er über Boxer wie Bernard Hopkins spricht, der im Alter von 49 Jahren noch Weltmeister war. Man könnte aus Klitschkos Antworten durchaus ableiten, dass er womöglich noch 10 Jahre weiter machen will.
Das Klitschko in seinem nächsten Kampf gegen Bryant Jennings in New York womöglich das Publikum gegen sich haben wird, scheint ihn nicht sonderlich zu beeindrucken. Es klingt schon etwas überheblich, wenn er behauptet, dass er in seinen Kämpfen nur ca. 20% seiner Leistungsfähigkeit benötigt um seine Gegner zu schlagen.
Auf die Frage, wer einmal sein Nachfolger als dominierender Schwergewichtler sein wird, gab er eine eindeutige Antwort: Anthony Joshua. Zusammen mit Joshua hatte sich Klitschko auf den Kampf gegen Pulev vorbereitet. Im Sparring mit dem jungen Briten habe er erkannt, wieviel Potential in Joshua steckt.
Der jetzt 25-jährige Anthony Joshua war in London Olympiasieger im Superschwergewicht. Als Profi hat er bisher 11 Kämpfe absolviert. Keiner seiner Gegner erlebte das Ende der 3. Runde. Zuletzt schlug er am 4.April Jason Gavern durch TKO 3. Im Mai wird er gleich zweimal im Ring stehen. Während der Gegner für den 9. Mai in Birmingham noch nicht bekannt gegeben wurde, geht es am 30. in London gegen Kevin „Kingpin“ Johnson.
Man kann gespannt sein, wie lange es dauern wird bis Klitschko in Zukunft vielleicht irgendwann einmal auf Joshua trifft. Ganz zu schweigen von dem Ergebnis dieses Kampfes. Der Brite ist jetzt WBC-International-Champ. Geht sein Karriereaufbau so geradlinig weiter, sollte er sehr schnell weiter in den Rankings der Verbände nach oben steigen. Dann wäre auch ein Pflichtkampf denkbar, der für beide Boxer eine „Reifeprüfung“ bedeutet. FürJoshua, ob er reif ist Klitschkos Erbe anzutreten. Für Klitschko, ob er nicht doch bald reif für die Rente ist.