Robert Maess: Zäher Kroate soll Runden bringen
Robert Maess, 10(10)-0-0 hat den KO-Hammer. Daran besteht kein Zweifel. Alle seine 10 Profikämpfe konnte der Berliner innerhalb der Zeit beenden. Am Freitag will Maess seine Power aufs neue unter Beweis stellen, dabei aber auch seine boxerischen Fähigkeiten nicht unter den Tisch fallen lassen.
In seinem letzten Kampf zeigte sich Maess konstant wie nie. In seinem ersten 10-Runder musste der Berliner erstmals über die 3. Runde hinaus. Erst im 7. Durchgang strich sein Gegner Issa El Sleiman die Segel, sodass Maess den Deutschen Meistertitel der GBA erringen konnte. Der bisher einzige Titel des Halbmittelgewichtlers, dem am Freitag ein weiterer folgen soll.
Auf dem Spiel steht dann nämlich der GBC Intercontinental-Titel. Freilich keine große Sache. Aber in dieser Phase sind die Titel wohl sowieso nur Dekoration, um den Aufbaukampf zu vermarkten. Ein Blick auf seinen aktuellen Gegner Ivo Gogosevic, 8(3)-4(1)-1 verrät, dass durchaus ein Fortschritt vorhanden ist. Gogosevic ist äußerst zäh und legt sich nicht allzu schnell hin. Der Kroate ging schon mit Deniz Ilbay und Kim Poulsen über die Distanz.
Die Chance, dass Maess am Freitag einige Runden gehen muss, unter Umständen sogar die volle Distanz, scheint also vorhanden. Angesichts des Niveaus, das Gogosevic gewohnt ist, könnte der Kampf durchaus zu einem ersten kleinen Test für das Berliner Talent werden. Zumal der Kampf im Weltergewicht stattfindet, wo der Kroate bereits akklimatisiert ist.
Und selbst wenn nicht – Ein KO ist doch auch immer eine feine Sache für den Zuschauer.


