Rhein-Neckar Fight-Night 2 ein voller Erfolg

james philips 26 april

Foto: omori.de / Privat

Am 26. April gab es in der Friedrich-Ebert-Halle Ludwigshafen die 2. Augabe der „Rhein-Neckar-Fight Night“. Um es gleich mal ganz deutlich vorweg zu sagen: Dieses vor allem auch mit Lokalmatadoren hochklassig besetzte Event war im Gegensatz dazu, was man an dem Abend von einem großen deutschen Privatsender als Millionen schweres Boxevent serviert bekam, ein himmelweiter Unterschied wie Tag und Nacht.

Weiter unten geben einige Clips einen Überblick dieser Veranstaltung. Den allgemeinen Eindruck kann man vielleicht wie folgt schildern:

Während sich in Ludwigshafen K1- und Muay Thai-Kämpfer auf Augenhöhe gegenüberstanden und dem begeisterten Publikum tatsächlich attraktive Kämpfe boten, beschränkte sich die Berichterstattung zu gleicher Zeit im Fernsehen auf einen einzigen Schwergewichts-WM-Kampf, der sich als das zu erwartende Missmatch herausstellte. Diese eher absehbare Vorstellung zweier ungleicher Boxer hielt den Sender dann auch nicht davon ab, statt wenigstens ein paar der Undercardkämpfe, im weiteren Verlauf dieser „Sportsendung“ lieber einseitige Politpropaganda zu senden, die den eigentlichen Rahmen eines Boxevents sprengte. Im kleineren Teil der eigentlichen Boxberichterstattung wurde einmal mehr die Überlegenheit eines „Superweltmeisters“ deutlich. Doch mit diesem Pflichtherausforderer als Gegner geriet auch dieser WM-Kampf eher zu einer Farce, als dass sich Boxsportfans dafür erwärmen konnten.

James PhilippsIn Ludwigsburg gab es zu gleicher Zeit durchweg spannende Kämpfe zu sehen. Solche Veranstaltungen mit lokalem Charakter wollen die Fans und fachkundigen Besucher erleben. Genau diese Mischung hat Zukunft und kommt an. Das sieht man immer wieder, wenn man sich solche Events näher anschaut. Egal ob es sich z.B. um die Traditionseranstaltungen des PSV 90 Dessau-Roßlau in der Anhalt-Arena, die Rhein-Neckar-Fight-Night in der Friedrich-Ebert-Halle oder wie in wenigen Tagen die Veranstaltung „Battle of Gladiators“ in der Europahalle Karlsruhe handelt. Eine professionelle Event-Organisation, ein Publikum, das voll mitgeht, Kämpfe unter Beteiligung von lokalen „Heros“ und bereitwillige die Hilfe von ortsansässigen und überreginalen Sponsoren machen es möglich, solche Events zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Bei den finanziell hoch ausgestatteten TV-Events muss man leider sagen, dass das Interesse eher abnimmt, weil wenige gut situierte Veranstalter ihre Kämpfer fast nur gegen handverlesene Gegner antreten lassen.

Zu den Highlights der Veranstaltung in Ludwigsburg gibt es einige Clips. Ein besonderes „Sahnehäubchen“ war neben dem WM-Siegen von den Lokalmatadoren James Philipps und Marco Aschenbrenner der Frauenkampf zwischen Yasemin Colak und Sabine Kern. Für Kampfsportfreunde ist es eine „Augenweide“ Colak kämpfen zu sehen. In diesem attraktiven Frauenkampf gab es einen 3:0 Sieg, der durch das vehemente Vorgehen von Yasemin Colak geprägt war.

Colak

Event-Mitorganisator Marco Aschenbrenner kam in einem IKBO-WM-Kampf zu einem Punktsieg gegen Odja Manda. Einen besonderen Erfolg konnte James Philips verbuchen, der nach fast 900 Tagen Ringabstinenz mit einem Kick Doppelweltmeister Almedin Hasanagic in Runde 2 ausschalten konnte und damit IKBO Weltmeister werden konnte.

Zeit und Platz reichten hier nicht aus um den attrakiven Kampfabend ausreichend zu beschreiben. Einen zusammenfassende Bericht des „Rhein-Neckar Fernsehen“ gibt es hier zu sehen: (Klick) Eine weitere Berichterstattung wird auf youtube von MRN-news.de präsentiert: