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Bei der 1. Raisdorfer Boxgala bekamen die Zuschauer mehr als 20 Kämpfe aller Alters- und Gewichtsklassen zu sehen. Vom schnellen TKO über wilde Schlachten bis hin zu technischen Leckerbissen wurde den Fans die gesamte Bandbreite des Sports geboten. Den Vergleich mit Dänemark konnten die Deutschen Boxer nach einem harten Kopf- an Kopfrennen mit 7-5 für sich entscheiden.

Wettkampfsparring (Kadetten)

Im ersten Sparringskampf bekam es Sheno Aryen (Wedel) mit Nicolai Dombrowski (Brunsbüttel) zu tun. Der Rechtsausleger aus Brunsbüttel war darum bemüht, seinen Jab zu etablieren, während der Wedeler aus der Distanz agierte. Vor allem die langen Geraden von Aryen erwiesen sich in der Anfangsphase als effektiv. In der 2. Runde fuhr der Wedeler damit fort, den Kampf zu dominieren. Dobrowski war zwar bemüht, konnte aber nicht verhindern, dass sein Kontrahent immer drückender überlegen war. Ein harter Niederschlag sorgte schließlich dafür, dass der dänische Ringrichter das Sparring abbrach.

Wettkampfsparring (Junioren)

Danach trafen Hagyider Emin (Brunsbüttel) und Mehmet Atik (TH Eilbek) aufeinander. Atik fand relativ schnell die richtige Distanz und bestrafte die Deckungslücken seines Gegners mit mehreren rechten Geraden. Emin war beherzt, fand aber zunächst kein Mittel gegen den abgeklärt boxenden Hamburger. Auch im 2. Durchgang war Atik überlegen. Der Eilbeker nahm nun etwas Tempo raus, arbeitete mit Jabs zu Kopf und Körper und schonte seinen Gegner ein wenig. Emin blieb defensiv, konnte aber nur selten Gegenangriffe ins Ziel bringen. In der 3. Runde setzte Atik schließlich ein wenig aggressiver nach. Emin wehrte sich nach Kräften, wurde aber letztendlich wegen Überlegenheit aus dem Sparring genommen.

Schüler, 38,5 Kilo

Nun kam es zum Duell zwischen Alo Amo (Schleswig) und Manasor Aryen (Wedel). Amo startete aggressiv und marschierte mit einer hohen Schlagfrequenz auf Aryen ein. Der Wedeler zog zunächst die Deckung zu, ehe er gegen Rundenende dazu überging, mitzuschlagen. Dabei hatte Amo meist eine Hand mehr im Ziel. Im Verlauf der 2. Runde fand Aryen ein wenig besser in den Kampf und brachte mehrfach seine Rechte als Konter an. Amos hohe Schlagfrequenz war aber nach wie vor ein wichtiger Faktor. Der Schleswiger bestimmte Tempo und Distanz des Kampfes und schien mit einem leichten Vorsprung in die 3. und letzte Runde zu gehen. Diese wurde durch einen Punktabzug gegen Aryen eröffnet (Tiefer Kopf). Amo setzte, durch diese Hilfe beflügelt, nach und konnte abermals mit variablen Kombinationen punkten. Am Ende siegte Alo Amo verdient nach Punkten.

Jugend, 60 Kilo

Kaan Yildiz (BC Lübeck) bekam es anschließend mit Nurullah Oguz (Heros) zu tun. Während Yildiz zunächst darum bemüht war, in den Infight zu kommen, agierte Oguz mit blitzschnellen Kombinationen aus der Distanz. Diese setzten sich mit Dauer der Runde auch zunehmend durch, sodass der Hamburger leicht in Führung ging. Im 2. Durchgang konnte Yildiz den Kampf ein wenig mehr in seine bevorzugte Nahdistanz verlagern. Das Gefecht wurde rauer. Bei den einzelnen Schlagabtäuschen hatten beide Boxer harte Treffer im Ziel, sodass der Kampf zunehmend von Härte und Kämpferherz bestimmt wurde. Während der 3. und letzten Runde blieb der Kampf eng. Beide Boxer holten noch einmal alles aus sich raus, sodass es die Punktrichter schwer hatten, einen Sieger zu bestimmen. Letztendlich siegte Nurullah Oguz mit 2-1 Richterstimmen.

Junioren, 60 Kilo

Anschließend waren Imali Ibragimov (Plön) und Halil Danisan (SV Polizei) an der Reihe. Ibragimov erwischte den besseren Start. Der Plöner attackierte Danisan mit variablen Kombinationen, welche dem Hamburger kaum Raum zur Entfaltung ließen. Auch in der 2. Runde blieb Ibragimov effektiver. Der Plöner hatte das bessere Distanzgefühl und hatte zudem den Vorteil, dass sich Danisan nicht auf seine Rechtsauslage einstellen konnte. Im 3. Durchgang blieb Ibragimov der bestimmende Kämpfer und konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen. Immer wieder fanden linke Gerade und rechter Haken ins Ziel. Danisan wehrte sich nach Kräften, fand aber nie so richtig in den Kampf. Imali Ibragimov wurde am Ende mit einem verdienten Punktsieg belohnt.

Junioren, 70 Kilo

Als nächstes trafen Fabian Hermann (Brunsbüttel) und Dogukan Yilmaz (SV Polizei) aufeinander. Hermann stieg nicht sonderlich austrainiert in den Ring, sodass Yilmaz deutliche Vorteile in Geschwindigkeit und Reichweite sein Eigen nannte. Diese nutzte er auch rasch aus und kam hart durch. Hermann wurde einmal angezählt, überstand die Runde aber mit viel Kämpferherz. Doch Yilmaz ließ auch in der 2. Runde nicht locker. Nach einer weiteren Serie von Treffern beschloss der Ringrichter, dass die Zeit zum Abbruch gekommen sei. Auf diese Weise siegte Dogukan Yilmaz durch TKO.

Elite, 75 Kilo (Wettkampfsparring)

Im letzten Vorkampf trafen die beiden Debütanten Heinrich Peters (Heros) und Björn Bredahl (Raisdorf) aufeinander. Es entwickelte sich zunächst ein enger Kampf, in dem sich Bredahl mit zunehmender Dauer leichte Vorteile verschaffen konnte. Der Raisdorfer hatte das etwas bessere Distanzgefühl und kam wiederholt mit 3er Kombinationen zum Zug, während Peters vor allem mit seinem linken Haken effektiv war. In der 2. Runde fand Peters besser in den Kampf und schickte seinen Kontrahenten mit einem rechten Aufwärtshaken zu Boden. Bredahl stand wieder auf, musste in der Folge aber weitere Treffer einstecken. Ein weiterer Aufwärtshaken schickte den Raisdorfer ein zweites Mal zu Boden. Da dieses Mal deutliche Wirkung zu verzeichnen war, warf Bredahls Trainer Rene Küpper das Handtuch.

Kadetten, 35,5 Kilo

Im ersten Hauptkampf bekam es Marvin Kasputtis (Elmshorn) mit Omran Mawed (Odense) zu tun. Der Däne erwies sich als sehr feiner Techniker und hielt Kasputtis zu Beginn mit schnellen Kombinationen und guter Beinarbeit auf Distanz. Der Elmshorner kam kaum dazu, selber offensiv zu werden, da er immer wieder früh gestört wurde. Auch in der 2. Runde war Mawed überlegen. Kasputtis war zwar beherzt, fand aber nach wie vor kein Mittel gegen den starken Techniker aus Dänemark. Mawed kontrollierte relativ locker die Distanz und behielt das Heft in der Hand. Im 3. und letzten Durchgang erhöhte Mawed noch einmal den Druck und sorgte dafür, dass der verunsichert wirkende Elmshorner nicht zur Aufholjagd ansetzte. Wiederholt fand die Rechte des Dänen einen Weg ins Ziel und machte den deutlichen Punktsieg perfekt.

Elite, 69 Kilo (Frauen)

Nun kam es zum Duell zwischen Juliane Zweers (Kiel) und Joelle Seydou (Agon). Zweers zirkelte zu Beginn viel um ihre Gegnerin herum und war darum bemüht, ihren Jab ins Ziel zu bringen. Seydou bewies allerdings ein gutes Auge und konterte viele dieser Angriffe mit dem eigenen Jab und einzelnen Rechten ab. In der 2. Runde blieb dieses Muster erhalten. Seydou konnte ihre physische Überlegenheit nutzen und wiederholt mit dem linken Haken Treffer setzen. Zweers zeigte sich zwar bemüht, konnte sich ihre Gegnerin aber nicht dauerhaft vom Leib halten. Im 3. Durchgang blieb es dabei. Obwohl die Kielerin durchaus Einzelhände im Ziel hatte, war Seydou die bestimmende Boxerin, die immer wieder mit ihren Haken im Ziel war. Am Ende siegte Joelle Seydou verdient nach Punkten.

Elite, 64 Kilo

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Anschließend kam die Stunde von Rami Hasanein (TH Eilbek) und Andreas Pedersen (Horsens). Es entwickelte sich ein spannender Kampf, in dem Hasanein nach enger Anfangsphase immer mehr Vorteile für sich verbuchen konnte. Die Schläge des Hamburgers kamen meist einen Tick explosiver und präziser. Vor allem die Rechte machte Pedersen zu schaffen. In der 2. Runde blieb Hasanei überlegen. Pedersen zeigte sogar einmal kurz Wirkung, biss aber die Zähne zusammen und meldete sich kurz darauf zurück. Was die Punktzettel betraf, war der Eilbeker aber deutlich vorne. Im 3. und letzten Durchgang erhöhte Hasanein noch einmal den Druck und traf Pedersen mehrfach klar zum Kopf. Der Däne bewies ein starkes Kinn und Kämpferherz, schaffte es aber nicht mehr, den Kampf zu drehen. Letztendlich siegte der Eilbeker klar nach Punkten.

Kadetten, 56 Kilo

Ugur Can Nacarli (Heros) bekam es anschließend mit Nimer Mahmoud (Aarhus) zu tun. Nacarli startete mit gutem Distanzboxen, während Mahmoud noch nach einem Weg in den Infight suchte und dabei durchaus zu rüden Methoden (Hinterkopf, Schieben) griff. In der 2. Runde wurde der Kampf endgültig unsauber. Nacarli ließ sich zunehmend aus dem Konzept bringen und nahm den Stil seines Gegners an. Beide Boxer kassierten im Verlauf der Runde Punktabzüge, während sie boxerisch nicht viel trennte. In der 3. Runde schien Mahmoud noch mehr Reserven zu haben und setzte seinem frustrierten Gegner mit einer handvoll Geraden zu. Ansonsten bekam das Publikum viel Gewühle im Infight zu sehen. Am Ende stand ein schmutzig erarbeiteter, aber verdienter Sieg von Nimer Mahmoud.

Elite, 75 Kilo

Sebastiano Lo Zito (Boxschmiede) traf anschließend auf Mike Steffensen (Viborg). Es entwickelte sich ein recht technischer Kampf, zu dessen Beginn Lo Zito der aktivere Boxer war. In einem Duell zweier Rechtsausleger war der Italiener derjenige, der das Tempo bestimmte und Steffensen immer wieder mit dem Jab störte. Der Däne wiederum konnte seine Reichweite nicht wirklich ausnutzen und suchte noch nach der richtigen Distanz. Auch im 2. Durchgang blieb Lo Zito effektiver. Steffensen verkrampfte zusehends und brachte bis auf einzelne Konter nicht viel zustande. Lo Zito konnte recht ungestört mit dem Jab arbeiten und seine Angriffe in Ruhe aufbauen. In der 3. Runde wurde Steffensen offensiver, öffnete sich dabei aber auch für Konter. Lo Zito landete die härteren Treffer und erzwang dank eines Körpertreffers sogar ein Anzählen des Dänen. Am Ende siegte Sebastiano Lo Zito nach Punkten.

Jugend, 64 Kilo

Nun waren Redir Suleiman (Raisdorf) und Michael Behnami (Viborg) an der Reihe. Suleiman konnte den Kampf zunächst aus der Distanz bestimmen und mit schnellen Kombinationen zum Zug kommen. Behnami hatte erst gegen Rundenende Erfolg, als er mit der Brechstange in den Infight stürmte. Ab der 2. Runde hatte Behnami Vorteile. Der Däne konnte den Kampf zunehmend Physisch gestalten und schnitt Suleimans Wege relativ gut ab. Der Raisdorfer hielt sich mit starken Einzelhänden im Gefecht, bekam aber zunehmend Probleme. Auch im 3. Durchgang erwies sich Behnami als einen Hauch effektiver. Suleiman konterte zwar ab und an mit langen Geraden, schaffte es aber nicht, den Infight konsequent zu vermeiden. So kam es, dass Michael Behnami den Punktsieg zugesprochen bekam.

Elite, 64 Kilo

Vladimir Kerner (TH Eilbek) boxte anschließend gegen Marsel Terteryan (Horsens). In einem Duell zweier Techniker konnte Terteryan den besseren Start erwischen. Wann immer Kerner einen Angriff versuchte, konterte der Däne mit blitzschnellen linken Haken oder seiner rechten Geraden. Ein kniffliger Fall für den Hamburger, der zunächst nur schwer in den Kampf fand. Erst in der 2. Runde wurde Kerner aktiver und kam zu Einzeltreffern. Terteryan blieb in der Distanz überlegen, verlor aber den Überblick, sobald der Eilbeker längere Kombinationen schlug. Diese kamen allerdings ein wenig zu selten. Im 3. Durchgang holten beide Boxer noch einmal alles aus sich raus, schlugen dabei allerdings auch das eine oder andere Luftloch. Viele Meidbewegungen und Finten machten auch die Schlussrunde zu einer technisch anspruchsvollen Angelegenheit. Am Ende setzte sich Marsel Terteryan knapp nach Punkten durch.

Elite, 75 Kilo

Im letzten Kampf vor der Pause kollidierten Carlos Angeles (BC Lübeck) und Adam Bashanov (Aarhus). Obwohl Angeles eigentlich eine Gewichtsklasse tiefer boxt, stürzte er sich sofort in einen offenen Schlagabtausch mit Bashanov, welcher harte Treffer auf beiden Seiten zur Folge hatte. Auch die 2. Runde verlief extrem wild. Angeles konnte immer wieder harte Schlaghände am Kopf von Bashanov anbringen, der durchaus seine Probleme mit dem aggressiven Lübecker hatte. Einzelne Konter des Dänen waren zwar im Ziel, wirkten neben den wuchtigen Hämmern von Angeles aber weniger effektiv. Im 3. und letzten Durchgang holten beide Boxer noch einmal alles aus sich raus und lieferten sich eine denkwürdige Schlacht, welche das Publikum hörbar mitriss. Angeles konnte auch in dieser Phase die etwas zwingenderen Treffer landen und Bashanovs Kinn mehrfach testen. Der Däne blieb stehen, konnte die knappe Punktniederlage aber nicht mehr verhindern.

Jugend, 60 Kilo

Nach der Pause trafen Pascal Stern (Schwäbisch Gmünd) und Kubilay Yildiz (Aarhus) aufeinander. Nach mutigem Beginn von Yildiz fand Stern relativ schnell die Distanz und überzeugte mit variablen Kombinationen, welche in rascher Folge und blitzschnell daherkamen. Auch in der 2. Runde war Stern der bestimmende Boxer, wobei sich Yildiz aber mit harten Einzelhänden im Kampf hielt. Dennoch: Stern baute seine Führung mit sauberem Distanzboxen aus und hinterließ dabei einen starken Eindruck. In der 3. und letzten Runde warf Yildiz noch einmal alles nach vorne. Stern musste nun ein wenig härter arbeiten, beantwortete die erlittenen Treffer aber sofort mit zwei eigenen. Dementsprechend stand am Ende ein klarer Punktsieg für den Schwaben zu Buche.

Elite, 81 Kilo (Wettkampfsparring)

Jetzt kam der Kampf zwischen Robin Germann (Raisdorf) und Lukas Ameskamp (TH Eilbek). Ameskamp startete offensiv und konnte den deutlich unerfahreneren Germann in den Rückwärtsgang drängen. Germann war bemüht, musste zu Beginn aber mehrfach harte Kopftreffer einstecken. Die 2. Runde wurde von einer harten Kombination Germanns eröffnet, ehe Ameskamp wieder übernahm. Allerdings hatte der Raisdorfer in dieser Phase deutlich mehr gute Momente, sodass der Kampf ein wenig enger wurde. Im 3. Durchgang konnte Ameskamp seine Erfahrung weiterhin ausspielen und Germann Stück für Stück zermürben. Der Raisdorfer wurde zweimal angezählt, schaffte es aber mit viel Kämpferherz über die Zeit.

Elite, 60 Kilo

Nenand Stancic (TH Eilbek) bekam es anschließend mit Michel Terteryan (Horsens) zu tun. Stancic übte sofort konstanten Druck aus und konnte Terteryan mit Körperhaken und variablen Kombinationen zusetzen. Der Däne hatte Mühe, sich unter dem Druck zu entfalten. In der 2. Runde konnte Stancic damit fortfahren, harte Treffer zu landen. Terteryan hatte sichtlich Mühe mit dem schnellen Infighter, verlor zunehmend seine Linie und verkrampfte infolgedessen. Im 3. und letzten Durchgang versuchte Terteryan, den Vorwärtsgang zu erobern und konnte Stancic phasenweise aus dem Konzept bringen. Der Eilbeker fand aber schnell wieder zu seiner Linie und beendete den Kampf mit einer Reihe starker Körperserien, welche seinen Vorsprung erweiterten und ihren Teil zu einem klaren Punktsieg beitrugen.

Elite, 51 Kilo (Frauen)

Nun kollidierten Annemarie Stark (Plön) und Nadia Helmy (Aarhus). Es entwickelte sich ein hartes Gefecht, welches von beiden Boxerinnen mit viel Energie bestritten wurde. Stark hatte in den meisten Schlagwechseln einen Treffer mehr im Ziel, konnte sich aber noch nicht entscheidend absetzen. Helmy stellte Kämpferherz unter Beweis und versuchte in Runde 2 alles. Stark wusste dies aber zu parieren und konterte die Attacken der Dänin wiederholt ab. Für die Zuschauer war der Kampf nicht der spektakulärste, da beide Kämpferinnen gute Deckungsarbeit bewiesen und es eher zu wenig klaren Treffern kam. Nachdem der 3. Durchgang recht eng verlaufen war, drehte Stark in der 4. und letzten Runde noch einmal auf und konnte ihren Vorsprung dank diesem Schlussspurt noch einmal ausbauen. Letztendlich siegte die Plönerin verdient nach Punkten.

Elite, 69 Kilo

Arton Krasniqi (Elmshorn) bekam es anschließend mit Enock Poulsen (Aarhus) zu tun. Es entwickelte sich ein sehr actionreiches Gefecht, bei dem Krasniqi die meisten Schlagwechsel eröffnete. Beide Boxer hatten ihre Momente, wobei der Elmshorner die etwas klareren Treffer für sich verbuchen konnte. In der 2. Runde wurde das Gefecht schließlich hitziger. Poulsen nahm den Schlagabtausch immer mehr an und öffnete sich auf diese Weise für Konter. Es blieb ein harter Kampf, bei dem Krasniqi leichte Vorteile hatte. Im 3. und letzten Durchgang holten beide Boxer noch einmal alles aus sich heraus und lieferten sich eine unterhaltsame Schlacht. Die Punktrichter entschieden sich am Ende für Enock Poulsen, der durch ein etwas streitbares Urteil siegte.

Elite, 91 Kilo

Im letzten Kampf des Tages trafen Zlatko Strauch (TH Eilbek) und Ellah Dadayev (Vordingsborg) aufeinander. Strauch dominierte den Kampf mit seiner überlegenen Reichweite und nutzte die sich bietenden Lücken beim offen vor ihm stehenden Dadayev mehr als einmal aus. Dies blieb auch in der 2. Runde so. Vor allem der Aufwärtshaken von Strauch erwies sich als effektiv, wobei dem Hamburger allerdings die Schlagkraft fehlte, um den Kampf vorzeitig zu beenden. Die Volltreffer dafür waren nämlich durchaus vorhanden. In der 3. Runde fuhr Strauch damit fort, seinen Kontrahenten auszuboxen. Jab, Aufwärtshaken und Geraden fanden immer wieder zuverlässig ins Ziel und zermürbten Dadayev zunehmend. Der Däne biss allerdings die Zähne zusammen und überstand den Kampf bis zum Schluss. Dementsprechend siegte Zlatko Strauch klar nach Punkten.

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