Nachbericht: Deutsche Meisterschaft 2014 (2)
Bei der 2. Veranstaltung der Deutschen Meisterschaft 2014 bekamen die Zuschauer weitere Sieben Kämpfe zu seinen. Dieses Mal waren Leicht- und Schwergewicht an der Reihe. Besonders überzeugen konnten Adthe Gashi, Zlatko Strauch und vor allem Arthur Mann, der seinen Gegner gleich in der 1. Runde aus dem Ring fegte.
Leichtgewicht (Bis 60 Kilo)
Als erstes waren Adthe Gashi (Brandenburg) und Hagen Worofka (Sachsen Anhalt) an der Reihe. Der Rechtsausleger aus Brandenburg erwischte den besseren Start und kontrollierte die Distanz immer wieder gut mit seinem Jab. Worofka war bemüht, fand aber noch kein Mittel, um den Reichweiten-Vorteilen seines Gegners beizukommen. In der 2. Runde konnte Gashi mehrfach seinen rechten Haken ins Ziel bringen und baute seine Führung aus. Schließlich wurde Worofka, wenige Sekunden vor Ende der Runde, angezählt. So kam es, dass Worofka einen soliden Rückstand aufzuholen hatte. Dennoch ruhte sich Gashi nicht aus, sondern ging auch die letzte Runde ein hohes Tempo. Vor allem die Körpertreffer des Brandenburgers erwiesen sich in dieser Phase als effektiv. Worofka war stets beherzt, konnte dem Mitfavoriten aber an diesem Nachmittag nicht beikommen. Adthe Gashi siegte nach Punkten.
Leichtgewicht (Bis 60 Kilo)
Sergej Dudinski (Niedersachsen) bekam es anschließend mit Bedir Koray (Nordrhein Westfalen) zu tun. Dudinski wirkte zu Beginn ein wenig spritziger. Der Niedersachse war auf flinken Beinen unterwegs und brachte wiederholt schnelle Kombinationen. Diese landeten zwar teilweise auf der Deckung von Koray, reichten aber dennoch aus, um die Runde über die Aktivität zu holen. Zu Beginn der 2. Runde kam Koray ein wenig besser rein. Er kam näher an Dudinski heran, zog die Deckung mit Leberhaken nach unten und setzte mit der Rechten nach. Dudinski stellte sich aber recht schnell darauf ein und passte seine Taktik gegen Rundenende wieder an. Zudem erlitt Koray nun einen leichten Cut am Auge. Im 3. und letzten Durchgang holten beide Boxer noch einmal alles aus sich heraus. Dudinski war inzwischen nicht mehr ganz so flink und kassierte durchaus Einzeltreffer des beherzten Koray. Letztendlich reichte es aber nicht mehr, um den Kampf zu drehen. Sergey Dudinski siegte nach Punkten.
Schwergewicht (Bis 91 Kilo)
Als nächstes kam die Stunde von Albon Pervizaj (Mecklenburg Vorpommern) und Anatoli Popp (Bayern). Rechtsausleger Popp startete recht verhalten, während Pervizaj sofort offensiv nach vorne marschierte und sich mit variablen Kombinationen und vereinzelten Aufwärtshaken Respekt verschaffte. In der 2. Runde konnte Popp sein Timing etwas anpassen und konterte Pervizaj gelegentlich ab. Der Norddeutsche blieb aber effektiver. Vor allem die Körpertreffer Pervizajs erwiesen sich als wirksame Waffe gegen den Lokalmatador. Im Verlauf des 3. und letzten Durchgangs blieb es dabei, dass Pervizaj im Vorwärtsgang die Mehrzahl der Treffer landete. Popp hatte zwar einzelne Konter drin, konnte dem Dauerdruck aber nicht durchgehend standhalten. Am Ende des Kampfes siegte Albon Pervizaj verdient nach Punkten.
Schwergewicht (Bis 91 Kilo)
Nun kam es zum Duell zwischen Roman Fress (Nordrhein Westfalen) und Hüseyin Cinkara (Südwest). Es entwickelte sich ein recht ausgeglichener Kampf, zu dessen Beginn beide Boxer recht verhalten agierten und auf Fehler des Gegners lauerten. So kam es, dass sich in dieser Phase noch keine Vorteile für eine der Seiten heraus kristallisierten. Auch in der 2. Runde blieb das Gefecht eng. Beide Kämpfer neutralisierten sich gegenseitig recht gut, sodass die Treffer in etwa zu gleichen Maßen verteilt waren. Dementsprechend blieb der Kampf auch in der 3. Runde noch vollkommen offen. Beide Boxer spürten, dass es eng war und erhöhten das Risiko. Cinkara war es schließlich, der die entscheidende Lücke anbot. Fress brachte eine Rechte ins Ziel, die für einen Niederschlag sorgte. Cinkara wurde angezählt, schaffte es aber über die Runden. Roman Fress siegte letztendlich nach Punkten.
Schwergewicht (Bis 91 Kilo)
Danach boxte Adam Deines (Niedersachsen) gegen Zlatko Strauch (Hamburg). Strauch konnte sich relativ schnell auf die Rechtsauslage seines Gegners einstellen und seine Reichweiten.Vorteile ausspielen. Immer wieder konnte der Hamburger mit seinen schnelleren Händen zum Erfolg kommen. Auch in der 2. Runde blieb Strauch besser. Vor allem rechte Gerade und linker Haken erwiesen sich als effektive Waffe. Das Tempo ließ nun ein wenig nach, was Deines aber nicht zu seinem Vorteil ausnutzen konnte. Im 3. Durchgang lieferten sich beide Kämpfer noch einmal einen harten Schlagabtausch. Deines hatte zwar harte Einzelhände drin, konnte aber nicht verhindern, dass Strauch fleißiger und präziser agierte. Letztendlich siegte Zlatko Strauch verdient nach Punkten und kam eine Runde weiter.
Schwergewicht (Bis 91 Kilo)
Nun waren Arthur Mann (Niedersachsen) und Peter Waitschies (Berlin) an der Reihe. Waitschies arbeitete zunächst viel mit dem Jab und versuchte, Mann auf Distanz zu halten. Der Niedersachse wartete kurz ab, ehe er den ziemlich aufrecht stehenden Waitschies mit der Rechten erwischte. Der Berliner wurde angezählt und zeigte sichtlich Wirkung. Daraufhin setzte Mann nach und konnte seinen Kontrahenten mit einer Serie von Treffern dazu bringen, zu Boden zu taumeln. Waitschies kam zwar wieder hoch, wirkte aber derart wackelig, dass der Offizielle beschloss, den Kampf zu beenden.
Schwergewicht (Bis 91 Kilo)
Als letztes waren Rachad Kpekpassi (Bayern) und Patrick Scholl (Baden Württemberg) an der Reihe. Kpekpassi hielt seinen Kontrahenten über weite Strecke auf Distanz, musste zuweilen aber die rechte Gerade des Baden Württembergers nehmen. Auch in der 2. Runde blieb der Kampf relativ eng. Kpekpassi konnte gute Arbeit aus der langen Distanz verrichten, war aber auch immer wieder anfällig für die härteren Einzelhände von Scholl. Somit herrschte auch im 3. und letzten Durchgang noch Spannung. Scholl kam nun ein wenig auf und konnte über weite Strecken effektiver Boxen. Kpekpassi war zwar immer noch bemüht, hatte aber zunehmend Probleme, dem Druck seines Gegners zu widerstehen. Am Ende siegte Patrick Scholl nach Punkten.

