Verwirrung um Neumanns Ableben
Die Verwirrung um den tödlichen Verkehrsunfall von Promoter Rolf „Rolle“ Neumann (Siehe: https://www.boxwelt.com/2014/04/profiboxen/boxpromoter-rolf-rolle-neumann-ist-tot/) nimmt zu. Inzwischen ergeben sich immer mehr Indizien, welche Zweifel an der offiziellen Version hervor rufen. Wir haben u.a. die zuständige Polizeidienststelle und einige Besucher der Veranstaltung kontaktiert, um Licht ins Dunkel zu bringen.
„Es war bald nach dem Sieg von Özlem Sahin, als die Nachricht bekannt gegeben wurde, dass der Veranstalter tot ist!“, so ein uns bekannter Besucher. „Der Ringsprecher Gerd Müller hat dies dann in der Halle verkündet und anschließend etwa 30-40 Personen um sich versammelt, um mit ihnen die Finanzen zu besprechen. Keiner der Beteiligten hatte bisher sein Geld bekommen. Neumann hatte offenbar welches von zu Hause holen wollen, als er verunglückte.“
Laut einem Anwesenden sagte Müller aus, dass man sich natürlich an die Witwe wenden könne, ihr aber erst einmal einige Tage Ruhe lassen solle. Der BDF erklärte sich dazu bereit, zu vermitteln. Daher müssen die beteiligten Boxer erst einmal ohne Börse auskommen. Halbmittelgewichtler Arman Torosyan brachte seinen Gegner nach dem Kampf heute persönlich zum Flughafen und gab ihm aus eigener Tasche etwas Geld, damit dieser zumindest die Unkosten gedeckt bekam.
„Die Veranstaltung war sehr schlecht besucht. Da waren nicht viele zahlende Zuschauer. Nach dem 2. oder 3. Kampf habe ich Rolle beim Rauchen getroffen. Da wirkte er noch relativ gefasst und normal. Wir haben ein bisschen über die Zukunft geredet und eine eventuelle Zusammenarbeit besprochen. Danach habe ich ihn nicht mehr gesehen, ehe die Todesnachricht kam.“ berichtet ein Anwesender, der selber im Boxgeschehen aktiv ist.
Christian Honhold, der mit seinen Leuten die Sicherheit stellte und selber nur kurz vor Ort war, bestätigte uns gegenüber, dass Neumann etwa 1,5 Stunden vor der Nachricht über seinen Unfall-Tod noch in der Halle war. „Er war blass und hatte Schweiß auf der Stirn!“, so Honhold. „Es waren nur etwa 100 zahlende Gäste da. Das konnten wir vom Sicherheitsdienst so abzählen!“
Daraufhin haben wir die zuständige Polizei in den Bezirken Lübeck und Grevesmühlen (die für den Heimatort Neumanns in Mecklenburg Vorpommern zuständige Leitstelle) kontaktiert. Diese teilten übereinstimmend mit, dass es zwischen 21:00 Uhr und Mitternacht keine Verkehrstoten im fraglichen Bereich gab. „Es ist höchstens möglich, dass er im Krankenhaus liegt. Aber Tote hatten wir in unserem Raum zu dieser Zeit nicht!“, so eine Auskunft aus Grevesmühlen.
Der Versuch, den Verunglückten auf seinem Handy zu erreichen, schlug bisher fehl. Da er gegen 0:30 Uhr nicht nicht erreichbar war, stellte unser Redakteur sein eigenes Gerät so ein, dass es ihn benachrichtigt, sobald Neumanns Handy wieder eingeschaltet wird. Gegen 2:30, mehrere Stunden nach dem Unfall, war dies dann der Fall. Kurz darauf war es allerdings wieder ausgeschaltet.
Inzwischen wurde auch auf Neumanns Facebook-Seite die Beileids-Bekundung eines seiner Freunde wieder entfernt. Ob dieser selbst mehr weiß, oder ob Neumanns Familie den Eintrag gelöscht hat, ist nicht bekannt.
Im Moment herrscht weiterhin Unklarheit, ob Neumann nun tatsächlich verunglückt ist, oder nicht. Wir bleiben natürlich für euch am Ball!




