Kali Meehan schickt Shane Cameron in Rente

Mit einem recht eindeutigen Punktsieg (99:91, 98:92, 97:93) konnte der Australier Kali Meehan (42(32)-5(3)-0) den Neuseeländer Shane Cameron (29(22)-5(3)-0) im Kampf um den vakanten WBA-Pan-African Titel besiegen. Das Event des TV-Senders „New Zealand Sky Arena“ und Promoter John McRae fand in Auckland, Neuseeland statt.
Der 37-jährige Cameron erklärte nach diesem Kampf seinen Rücktritt vom Boxsport. Das hatte bereits vor dem Kampf gesagt, falls er verlieren sollte. Es sollte der 3. Kampf in Folge werden, den Cameron verlor.
Shane Cameron: „Ich bin ein Mann, der sein Wort hält. Ich möchte mich bei den neuseeländischen Fans für ihre Unterstützung bedanken. Ich werde mich jetzt auf meine Familie konzentrieren.“
Meehan nutzte von Beginn an seine Reichweitenvorteile. Die ersten beiden Runden gingen an ihn, bevor Cameron für zwei oder 3 Runden das Heft des Handelns übernahm. Danach gewann Meehan Runde um Runde. Ab dem 5. Durchgang hatte Cameron einen Cut über dem linken Auge und war wohl auch deswegen nicht mehr so ganz auf der Höhe. Ab Runde 6 hatte Meehan die volle Kontrolle über den Kampf. Am Sieg des Australiers, der gerade so etwas wie den 2 Frühling erlebt, gab es keinerlei Zweifel.
Vor diesem Kampf hatte David Tua Interesse daran bekundet, gegen den Sieger dieses Gefechts noch einmal ein Comeback zu starten. Das ist allerdings nicht im Interesse von Kali Meehan, der nach seinem Sieg beim „Super 8 – Last Man Standing“ – Turnier im Juni wieder frischen Aufwind bekommen hat.
Kali Meehan: „Ich denke, David ist jetzt in einer Phase seiner Karriere, wo wir ihm nur noch Respekt zollen sollten. Wenn ich jetzt gegen ihn kämpfe und gewinne, was habe ich dann getan? Ich werde keinen Ruhm ernsten. Ich habe all die Jahre davon geträumt gegen ihn zu kämpfen. Aber ich glaube nicht, dass Tua noch einmal für diesen Kampf trainiert. Wir müssen nur Respekt haben vor dem Mann. Mal sehen was passiert.“

Kali Meehan ist zwar Australier, wurde aber in Auckland, Neuseeland, geboren. Er fühlte sich sehr wohl und war froh wieder in der Heimat zu boxen. Meehan: „Ich habe im ausverkauften Madison-Square-Garden gekämpft, aber da wusste niemand wer ich war.“
Bei der Veranstaltung gab es wieder ein „Super 8 – Last Man Standing“ – diesmal allerdings im Cruisergewicht. Sieger wurde der 33-jährige Australier Brad Pitt (18(12)-1(1)-0), der im Finale den 27-jährigen Vaitele Soi (24(16)-1-0) aus Samoa besiegen konnte. Mit dem Sieg bei diesem Turnier war gleichzeitig der „WBA-Oceania“ Titel verbunden.
Für Kali Meehan gab es noch einen weiteren Grund zum feiern. Sein 19-jähriger Sohn Willis siegte bei seinen Profidebüt über den 28-jährigen Neuseeländer William Quarrie (5(2)-3-0). Meehan jr konnte seinen Gegner dabei in Runde 2 zu Boden schicken, siegte dann aber sicher nach Punkten.
Auf seine nächsten Absichten angesprochen, sagte Meehan erst einmal, dass das Jahr 2014 für ihn sehr erfolgreich war und erkläre dann überraschend, dass nun einen Kampf gegen Shannon Briggs will. Offenbar rechnet er bei einem möglichen Sieg damit, noch einmal im Ranking der WBA weit nach oben zu kommen. Mag sein, dass auch er von einem WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko und dem damit verbundenen großen Pay-Day träumt. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich immer erst zuletzt.