Fotos: Ryan Jackson / Ramon Cairo
Wie das kanadische „Edmontonjournal“ berichtet, wird es am 31. Juli einen Titelvereinigungskampf im Federgewicht der Frauen geben. Die Kanadierin Jelena Mrdjenovic (WBC, 35(19)-9-1) will in Argentinien gegen die WBA-Weltmeisterin Edith Soledad Matthysse (13(1)-7-1) antreten und den WBA-Titel nach Kanada holen. Beide Boxerinnen sind Nr. 1 und 2 im Federgewichts-Ranking. Ein solcher Spitzenkampf ist eine Rarität, selbst bei den Männern.

Die Kanadierin hält den WBC-Titel schon seit 2012. Sie hatte ihn zwischenzeitlich an Melissa Hernandez verloren, im Rematch aber zurück erobert. Ihren letzten Kampf bestritt sie im März in Panama gegen Francia Elena Bravo, die sie durch TKO 9 besiegen konnte. Edith Soledad Matthysse erkämpfte den WBA-Gürtel im Dezember 2013 und verlor danach einen Kampf gegen ihre Landsfrau Marcela Eliana Acuna, in dem es nur um deren WBO Titel ging. Nach einem gewonnenen Zwischenkampf im Mai will sie nun die längst überfällige WBA-Titelverteidigung bestreiten.

Jelena Mrdjenovic ist guter Dinge. Was den bevorstehenden Kampf angeht sagt sie: „Stilistisch liegt mir ihre Art zu kämpfen. Ich liebe aktive Kämpferinnen, die nicht so schnell KO gehen. Ich bin frustriert wenn eine Gegnerin vor mir wegläuft. Edith ist gut und ich weiß, dass es ein spannender Kampf wird.“ Es scheint ihr auch nichts weiter auszumachen, als Gastboxerin im Ausland kämpfen zu müssen: Sie sagt weiter: „In Panama kannten mich viele Leute und ich war beinahe so etwas wie ein Publikumsliebling. Das wird in Buenos Aires anders sein. Der Kampfort ist Ediths Hinterhof. Sie entstammt einer Familie von bekannten Kämpfern und die Unterstützung des Publikums für sie wird riesig sein.“ (Edith Soledad Matthysse ist die ältere Schwester von Lucas Matthysse)
Will man etwas über die Favoritenrolle bei diesem Kampf sagen, genügt ein Blick auf die Kampfrekorde beider Boxerinnen. Die Kanadierin hat einfach mehr Kampferfahrung. Beide Boxerinnen haben neben ihren Siegen auch 9 bzw. 7 Niederlagen auf der Uhr. Beide sind also schlagbar. Auffallend dabei ist allerdings, dass sowohl Mrdjenovic als auch Matthysse noch nie KO gegangen sind. Ob sich das am 31. Juli ändern wird? Man kann gespannt sein auf diesen Kampf.