Felix Sturm – Trennung von Fritz Sdunek

Einer Meldung von „bild.de“ zufolge ist die Zusammenarbeit von Ex-Champ Felix Sturm und Trainer Fritz Sdunek beendet. Sturm und Sdunek kannten sich schon seit 1990 und arbeiteten seit der Vorbereitung auf die Titelverteidigung Sturms gegen Giovanni Lorenzo zusammen.
Welche Rolle Sdunek, der schon erfolgreich die Klischko-Brüder und Dariusz Michalczewski betreute, tatsächlich für Sturms Kämpfe gespielt hat, kann man als Zuschauer kaum beurteilen. Als Trainer in seiner Ecke schien Sdunek eher eine Statistenrolle zu haben – so zumindest der äußere Eindruck. Zumindest die Trainertipps in den Kampfpausen verhallten regelmäßig ungehört.
Was bild.de als Begründung für die Trennung angibt, scheint eher lustig als wahrscheinlich. Als Hauptgrund wird die Entfernung zwischen Sduneks Wohnort Hamburg und Sturms Gym in Köln genannt. Das fällt den Beteiligten nach 4 Jahren angeblicher Zusammenarbeit natürlich sehr früh ein. Als im Sommer 2010 Jahren davon die Rede war, die Zusammenarbeit von Sturm mit Freddie Roach würde wegen der Entfernung nicht klappen, war das verständlich. Wenn es jetzt zu einer Trennung zwischen Sturm und Sdunek gekommen ist, hat das sicher andere Gründe. Zwischen Hamburg und Köln fliegt „German Wings“ täglich Linie. Flugzeit 65 Minuten. So mancher schlecht bezahlte Berufspendler hat zeitlich einen längeren Arbeitsweg.
Viel mehr scheint es wohl so zu sein, dass Sdunek sowieso nur die Rolle des prominenten Trainers während der Kämpfe gespielt hat. Eine teures Dekorationsmaterial – nicht mehr aber auch nicht weniger. Alles, was man von Sdunek in den Ringpausen hörte, wurde von Sturm nicht umgesetzt, scheinbar nicht einmal gehört. Man hat den Eindruck, dass nicht die räumliche, sondern die geistige Entfernung der Grund für die Trennung ist.