Foto: Regina Oette
Große Ehre für Hans Peter Miesner! Der Präsident des Berliner Amateurboxverbandes wurde am Dienstag mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Für den dienstältesten Präsidenten eines DBV Landesverbandes ist diese Auszeichnung sicherlich die Bestätigung für viele Jahrzehnte wertvoller, ehrenamtlicher Arbeit, mit welcher er nicht nur den Sport an sich, sondern auch Integration und Kameradschaft förderte.
Miesner nahm die Auszeichnung am Dienstag im Rahmen einer Zeremonie in der Berliner Senatsverwaltung für Sport und Inneres entgegen. Der Spandauer ist dem Boxsport bereits seit Kindesbeinen an treu. Sein Vater Erwin gründete einst den Spandauer BC, dessen Leitung der Sohn später übernehmen sollte. Die eigene Sportlaufbahn fiel wegen einer Verletzung relativ kurz aus. Dafür ist Miesner seit vielen Jahrzehnten als Funktionär tätig. Nach zahlreichen Ämtern im eigenen Verein wurde Miesner 1986 Präsident des Berliner Verbandes. In diesen 29 Jahren hat er neben der Förderung des Boxsports vor allem im Bereich der Integration verdient gemacht. Bereits in den 80ern sorgte Miesner dafür, dass die Talente mit Migrationshintergrund gefördert wurden. Heutzutage eine Selbstverständlichkeit, die damals aber von so manch konservativem Funktionär mit Sorge betrachtet wurde. Doch der Erfolg gab Miesner recht. In Zeiten, in denen sich andere Landesverbände intern zerfleischen, steht in der Hauptstadt stets der Sport im Vordergrund. Olympiastützpunkt, Bundesliga-Boxen und viele kleine Traditionsveranstaltungen – Hinzu kommt ein friedliches Verhältnis zu den Profis, von denen schließlich viele ihre Wurzeln im Berliner Amateurverband haben. Den Berliner Faustkämpfern geht es gut.
„In Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen Besonderen Verdienste“ lautete die offizielle Begründung für die Verleihung der Auszeichnung. Dem ist von unserer Seite nichts hinzuzufügen. Wir sagen nur: Herzlichen Glückwunsch, Hans Peter Miesner!




