Jürgen Brähmer bleibt WBA Weltmeister im Halbschwergewicht. Der Schweriner musste gegen Robin Krasniqi allerdings mehr als eine klare Hand nehmen und hart arbeiten, ehe er den Kampf mit seiner überlegenen Schlaghärte und Erfahrung für sich entscheiden konnte.
Krasniqi ließ bereits früh aufblitzen, dass er gut eingestellt war. Trainer Dirk Dzemski hatte offenbar die richtigen Schlüsse aus Brähmers früheren Kämpfen gezogen und schickte seinen Schützling mit einer recht offensiven Taktik in den Kampf, welche mit zunehmender Dauer des Gefechts immer mehr Erfolg hatte. Brähmer wiederum landete die härteren Konter und stahl so manche Runden, indem er Krasniqi zum Wackeln brachte und das Momentum an sich riss. Es kristallisierte sich nach und nach heraus, dass Krasniqi zwar klüger boxte, letztendlich aber nicht in der Lage war, Brähmers Konter zu vermeiden bzw. diese wegzustecken. Nachdem Krasniqi in der 9. Runde stark aufkam, brachte Brähmer ihn abermals zu taumeln. Krasniqi wurde im Stehen angezählt, da er in die Ringseile gefallen war und blutete stark aus einem tiefen Cut an der Lippe. Dieser veranlasste seine Ecke schließlich zur Aufgabe. Ein enttäuschendes Ende eines starken Kampfes.
Mit diesem Sieg konnte Jürgen Brähmer zwar seinen Titel erhalten, ließ aber auch einige Verfallserscheinungen erkennen. Dennoch sollte der Schweriner noch den einen oder anderen starken Kampf im Tank haben. Robin Krasniqi wiederum ist noch jung genug, um einen weiteren Anlauf auf den Titel zu wagen und kann durchaus stolz auf seine Leistung sein.




