Bernard Hopkins will einen Kampf gegen Sergey Kovalev

Es ist eigentlich kaum zu fassen. Ein fast 50-jähriger Boxer kämpft nach mehr als 25 Jahren Profiboxen und 65 Kämpfen immernoch an der Weltspitze. Was Bernard Hopkins in seiner Karriere erreicht hat, sucht seines Gleichen. Das er noch fit genug für schwer zu boxende Gegner ist, musste zuletzt WBA-Superchamp Beibut Shumenov erfahren. Der 30-jährige Shumenov ließ sich von einem fast 20 Jahre älteren Boxer vorführen. Das sowohl boxerisch als auch konditionell.
Hopkins bekräftigte vor wenigen Tagen, er wolle kämpfen bis die Offiziellen etwas dagegen sagen oder er auf dem Rücken liegen bleibt. „Ich werde niemals aufgeben!“ – so Hopkins im O-Ton. Sein Ziel sei es jetzt, gegen Sergey Kovalev zu kämpfen. Es ist noch keine beschlossene Sache, doch sein Promoter Oscar De La Hoya (Golden Boy) und Kovalevs Promoterin Katy Duva seien an dem Kampf interessiert. Beide Seiten wollen diesen Kampf. Ohne jeden Zweifel wäre Kovalev eine der größten Herausforderungen seines Lebens, so Hopkins. Weiter sagte er:
„Es ist nichts Neues. Das folgte mir während meiner ganzen Karriere. Niemand glaubte, ich würde Felix Trinidad schlagen. Als ich Kelly Pavlik schlug, dachte auch niemand, dass ich gewinnen könnte.“

Bernard Hopkins scheint völlig auszublenden, dass auch bei ihm die biologische Uhr weiter runter tickt. Dazu kommt: Kovalev ist ein hervorragender Techniker, der sich im Ring bedingungslos durchsetzen und wie ein Pferd schlagen kann. Sein Kampfname „Krusher“ passt genau, weil er jeden seiner Gegner buchstäblich zerbröselt. Sein Titelfight gegen den Briten Nathan Cleverly war kein Zufall, sondern eine Machtdemonstration wie sie nur wenige Boxer zeigen können. In einigen Tagen wird er gegen Blake Caparello kämpfen. Es wäre ein Wunder, wenn Kovalev nicht auch diesen Kampf vorzeitig gewinnt.
Hopkins geht noch weiter. Sein Ziel ist es, Kovalev zu schlagen. Nach seinem 50. Geburtstag will er weiter Geschichte machen und WBC-Weltmeister Stevenson besiegen. Man kann Hopkins ja einiges nachsagen, aber an Selbstbewusstsein mangelt es ihm nicht.