Deontay Wilder bleibt WBC Weltmeister im Schwergewicht. Der US-Amerikaner bezwang seinen Landsmann Eric Molina durch KO in der 9. Runde, musste über weite Strecken aber härter arbeiten, als erwartet.
Beide Boxer starteten recht verhalten. Während Wilder behutsam drückte und ein Ziel für seine Rechte suchte, bewegte sich Molina viel durch den Ring und lauerte auf Konter. Nachdem Wilder zunächst über die Aktivität dominierte, brachte Molina im 3. Durchgang einen harten Konter unter, welcher den Weltmeister kurz schwanken ließ. Anschließend fand Wilder aber besser in den Kampf und erzielte in Runde 4 den ersten Niederschlag. Molina stand allerdings wieder auf und schaffte es, das Tempo zu verschleppen. Wilder musste erst wieder seinen Rhythmus finden, ehe er die 5. Runde für zwei weitere Niederschläge nutzte. Molina schien nun kurz vor dem KO zu stehen, schaffte es aber, in den kommenden Runden wieder besser rein zu finden. Den 8. Durchgang konnte er sogar über die Aktivität für sich entscheiden. Doch Wilder blieb konzentriert und knockte Molina in der 9. Runde wie aus dem Nichts aus. Eine Kombination, bei der Molina sich schwer angeschlagen in den letzten Schlag reindrehte, beendete das Gefecht.
Mit diesem Sieg konnte Wilder seinen Titel zwar verteidigen, wirkte dabei aber alles andere als souverän. Vor allem taktisch hatte er so seine Mühe, als Molina defensiv boxte. Man darf die weitere Entwicklung des KO Königs mit Spannung verfolgen.