Die Weltverbände WBC, WBA und IBF haben sich auf die Einführung eines Videobeweises geeinigt. Damit sollen die Ringrichter die Möglichkeit haben, sich unklare Szenen noch einmal anzusehen, ehe sie sich festlegen.
Wir kennen sie alle – Die Situationen, in denen ein Ringrichter komplett den Überblick verliert und eine falsche Entscheidung trifft. Manchmal sind die Gründe nicht nachvollziehbar, oft aber auch Ursache von schlechter Sicht oder Schauspielkunst der Boxer. Entstand der Cut nun durch einen Schlag oder war es doch ein Kopfstoß? War der Treffer regulär oder erfolgte er auf den Hinterkopf? Hat der Handschuh den Boden berührt oder nicht?
Szenen wie diese sollen nach dem Willen der drei beteiligten Weltverbände (Die WBO hatte scheinbar kein Interesse, sich der Initiative anzuschließen) nun der Vergangenheit angehören. Mit einem Videobeweis haben die Offiziellen in der Theorie die Möglichkeit, sich die betreffende Szene noch einmal anzusehen und dann in Ruhe eine Entscheidung zu treffen. Die Kampfunterbrechungen, die dabei entstehen, dürften aber stellvertretend für Diskussionen sorgen. Außerdem muss man anmerken, dass die WBC dieses System bereits seit längerer Zeit testet, es aber in großen Titelkämpfen nie zum Einsatz kam.
