Marco Huck wird als nächstes auf Krzystof Glowacki, 24(15)-0-0 aus Polen treffen. Dies teilte die WBO mit, nachdem Tony Bellew auf seinen Ausscheidungskampf mit Glowacki verzichtet hatte. Es wird Hucks erste Titelverteidigung unter eigenem Banner werden, nachdem er sich kürzlich von Sauerland getrennt hat.
Der Pole Glowacki gilt als versierter Techniker, der seine Stärken vor allem in der Distanz hat. Zuletzt schlug er Nuri Seferi nach Punkten und überzeugte dabei nicht nur durch seine flinke Beinarbeit, sondern auch durch eine hohe Schlagfrequenz und Kondition. Glowacki ist aktuell noch unbesiegt, hatte außer Seferi und Felix Lora noch keine wirklich aussagekräftigen Gegner vor den Fäusten.
Marco Huck, der Ende 2014 verkündet hatte, sich von Sauerland Event zu lösen, hatte sich in den letzten Monaten recht bedeckt gehalten. Entgegen vieler Gerüchte steht der WBO Weltmeister im Cruisergewicht immer noch nicht bei einem größeren Promoter unter Vertrag, sondern scheint in der Tat daran interessiert, es auf eigene Faust zu versuchen.
Man darf gespannt sein, ob Huck in der Lage ist, die Titelverteidigung selbst auszurichten. Sollte es zu einer Versteigerung kommen, wäre es ferner interessant, ob auch Sauerland mitbietet, um dem Flüchtigen eins auszuwischen. Und vor allem, ob Huck unter Eigenregie finanziell überleben kann. In Verbindungen mit seinen actionreichen Kämpfen wird „Käptn Huck“ wohl auch in Zukunft für Entertainment sorgen.
