Die Weltverbände WBC, WBA und IBF haben die Woche mit einem Treffen ihrer Führungsspitzen begonnen, um über die Zukunft des Boxsports zu verhandeln. Zentraler Punkt ist dabei eine Möglichkeit, um die Titel in sämtlichen Gewichtsklassen zu vereinen.
Es wäre ein historisches Unterfangen, wenn das Projekt in die Tat umgesetzt wird. Aktuell scheint es aber lediglich Utopie zu sein. Und doch scheinen die drei Verbände zu planen, die Zahl der Titelträger zu reduzieren. Ein Turnier soll es richten und bis 2016 für eine Vereinigung der Titel sorgen.
Sollte dies zustande kommen, würde man der zunehmenden Titelflut sicherlich entgegen wirken und den wie Pilze aus dem Boden sprießenden Klein-Verbänden, welche dem Boxsport in zunehmendem Maße schaden, ihren Wert als Alternative nehmen. Schließlich würde der vereinte Champ der unumstrittene Weltmeister sein, welcher alle anderen „Titelträger“ überstrahlt und abwertet.
Zudem werden WBA und IBF offenbar die Wiege-Prozedur der WBC übernehmen. Diese sieht in den Wochen vor dem Kampf mehrere Weigh-Ins vor, um die Gesundheit der Boxer zu schonen. Wenn diese ihr Gewicht Stück für Stück reduzieren müssen, wirkt dies dem ungesunden abkochen in letzter Minute entgegen.
Auch schärfere Anti-Doping Kontrollen waren ein Punkt, in dem sich die Vertreter einig waren. Um die Themen noch einmal zu vertiefen und erste Beschlüsse zu fassen, treffen die Delegationen am 24. September in Mexiko erneut aufeinander.
Die WBO scheint offenbar kein Interesse daran zu haben, sich an den Plänen zu beteiligen.




