Rances Barthelemy, 20(12)-0-0 hat das Rematch mit Argenis Mendez, 21(11)-3(0)-1 durch einen Punktsieg über 12 Runden für sich entschieden und sicherte sich den IBF Titel im Superfedergewicht. In einem engen Kampf konnte sich der Kubaner dank einer starken Schlussphase den Gürtel holen.

Barthelemy erwischte den besseren Start und konnte sich in den ersten Runden eine Führung erarbeiten. Mendez hatte offenbar noch den ersten Kampf im Hinterkopf und agierte sehr vorsichtig, wodurch es der Kubaner leicht hatte, sich die Runden über die höhere Schlagfrequenz zu sichern. Erst ab Mitte des Kampfes kam Mendez allmählich auf und konnte den zunehmend verkrampft boxenden Barthelemy mit blitzschnellen Kontern überraschen. Barthelemy wirkte in dieser Phase sehr berechenbar und einfallslos. Zudem ließ die Kondition des Kubaners nach, was Mendez sehr entgegen kam. Durch zwei Punktabzüge wegen Tiefschlags kam Mendez auf den Punktzetteln vollends heran, sodass die Schlussphase über den Sieg zu entscheiden hatte. Barthelemy schaffte es nun, den Druck auf Mendez ein wenig zu erhöhen und konnte sich hinten raus den Sieg sichern. Die Punktrichter werteten 115-111, 115-111 und 115-111.

Auf der Undercard musste Cruisergewichtler Yunier Dorticos erstmals über die volle Distanz. Gegen Edison Miranda, der eigentlich aus dem Mittelgewicht kommt, mühte sich Dorticos 10 Runden ab, schaffte es aber nicht, seinen Kontrahenten auf die Bretter zu befördern. Da Miranda physisch unterlegen war und bereits seit längerem über den Berg ist, kann man dieses Ergebnis durchaus als enttäuschend ansehen.

Halbschwergewichtler Umberto Savigne sicherte sich dagegen einen mehr als überzeugenden TKO Sieg, als er Ex-Weltmeister Jeff Lacy in der 2. Runde stoppte. Lacy, nur noch ein Schatten seiner selbst, musste bereits in der 1. Runde zu Boden und rettete sich nur mit Mühe in die Pause. Im 2. Durchgang nagelte Savigne seinen Kontrahenten in der Ecke fest und prügelte solange auf Lacy ein, bis der Ringrichter einschritt.