Und wieder wurde ein neuer WBC-Titel aus der Taufe gehoben: Der WBC „Francophone“. Bei der letzten WBC Convention in Las Vegas hat der Verwaltungsrat diesen neuen Titel akzeptiert. Er umfasst derzeit 57 Länder aus verschiedenen Teilen der Welt. Scheinbar reicht es aus, dass man in den entsprechenden Staaten irgendwen findet, der französisch spricht.

Einer der ersten Fights um diesen Untertitel das Weltverbandes WBC soll am 14. März in Charleroi / Belgien zwischen dem Belgier Seyedin Syroos (15(7)-6-4) und dem Franzosen Christopher Rebrasse (23(6)-3-3) stattfinden. Rebrasse zählt übrigens zu den Boxern, die in Windeseile ein Kampfangebot gegen den deutschen Nachwuchsboxer Vincent Feigenbutz abgelehnt haben. Offenbar sieht der Franzose größere Chancen, in Belgien unter einem belgischen Ref (Daniel Van de Wiele) einen machbaren Kampf nach Punkten zu gewinnen und einen WBC-Titel zu holen, als sich womöglich in Deutschland von Feigenbutz kurzrundig „verbutzen“ zu lassen.

Houcine Houichi
Man kann von dieser Titelflut halten was man will. Die Geister scheiden sich dabei. Für die Einen bedeuten mehr Titel auch mehr Anreiz und mehr Engagement für den Boxsport allgemein. Für Andere ist gerade der Verband WBC die „Pest“, die sich weltweit immer weiter ausbreitet. Letztendlich sind die internationalen Aktivitäten des WBC überall spürbar. Egal ob es um den Aufbau des Profiboxens in China und Pakistan geht, um geplante Serien von Amateurveranstaltungen, die Förderung des Frauenboxens oder soziale Projekte für Kinder und Jugendliche rund um den Erdball. Der Verband WBC ist immer vorne dabei.