Golden Box Promotions muss in Zukunft etwas kleinere Brötchen backen. Durch den Abgang vom umstrittenen Geschäftsführer Richard Schaefer sind mehrere Leistungsträger von Oscar De La Hoyas Team weggefallen.

Während De La Hoya in der Entzugsklinik war, hatte Schaefer die Macht bei Golden Boy Promotions. So kam es, dass er einige Boxer unter GBP-Banner boxen ließ, obwohl diese keine gültigen Verträge besaßen. In Wirklichkeit schien Schaefer die Entwicklung der Dinge bereits vorauszusehen und sah zu, dass die Boxer bei Al Haymon unterschrieben. Nach der Trennung von GBP wird Schaefer als kommender Partner von Haymon vermutet. Auf diese Weise hätte er sich zahllose Superstars gesichert und seinen alten Arbeitgeber empfindlich getroffen.

Die betreffenden Namen lesen sich eindrucksvoll. Danny Garcia, Marcos Maidana, Adrien Broner, Daniel Jacobs, Lamont Peterson, Deontay Wilder, Keith Thurman, Erislandy Lara, Andre Berto, Errol Spence, Shawn Porter, Devon Alexander und Robert Guerrero sind nun bei Schaefer/Haymon. Somit verliert Golden Boy eine ganze Reihe großer Namen, von denen mehr als einer als PPV Kämpfer geeignet ist.

Man wird nun abwarten müssen, ob dies dem Boxsport nicht vielleicht schadet. Schaefer macht keine Geschäfte mit Bob Arum und hat sich zudem mit De La Hoya überworfen, während Haymon mit Roc Nation Sports auf Kriegsfuß steht. Viel bleibt da nicht mehr übrig, wenn man den Fans gute Kämpfe mit Boxern bieten will, die nicht in den eigenen Reihen zu finden sind.