
Der reguläre WBA-Weltmeister Ruslan Chagaev (34(21)-2(1)-1) bekommt es am 5.März in Grozny / Russland mit dem WBA Inter-Conti-Champ Lucas Browne (23(20)-0-0) zu tun. Das wird wohl die seit langen schwerste Aufgabe für den gebürtigen Usbeken „White Tyson“ Chagaev werden. „Big Daddy“ Browne gilt als schlagstark und kann scheinbar auch selbst einige harte Treffer vertragen.
Browne erklärte schon mal im Vorfeld, dass er am 5. März Australiens erster Schwergewichtsweltmeister werden will. Er wolle Chagaev vorzeitig besiegen und dabei nicht auf die Kampfrichter in Grozny vertrauen. Er bringe selbst zwei Richter mit: Seine linke und seine rechte Hand. Es störe ihn auch nicht, im Ausland zu kämpfen. Am Ende des Tages werden sich nur er und Chagaev im Ring gegenüber stehen.
Das setzt natürlich voraus, dass Chagaev sich von Browne treffen lässt. Der WBA-Weltmeister ist ein erfahrener Boxer und war in der Vergangenheit immer wiede einmal für Überraschungen gut. Zur Zeit des Niedergangs vom Boxstall „Universum“ im Hamburg glaubte man auch an das Ende von Chagaevs Karriere. Seine Kondition schien schlechter geworden zu sein, was man von der Hepatitis-Erkrankug ableitete, mit der sich Chagaev schon lange plagt. Doch Chagaev arbeitete sich wieder nach oben und kämpfte 2014 in Grozny um den vakanten WBA-Gürtel gegen den Amerikaner Fres Oquiuendo. Ein hauchdünner Punktsieg reiche aus, um sich diesen Titel zu sichern. Im Jahr 2015 erfolgte die bisher erste und einzige Titelverteidigung gegen Francesco Pianeta, den er bereits in Runde 1 durch KO bewang.
Was kann man diesmal erwarten? Chagaev muss wieder versuchen, seine gefährliche linke Schlaghand möglichst früh kampfentscheidend ins Ziel zu bringen. Je länger der Kampf geht um so größer werden die Chancen des Australiers sein, den Weltmeister zu zermürben und seinerseits zum entscheidenden Schlag anzusetzen. Wird der Kampf nach Punkten entschieden, kann man wohl davon ausgehen, dass Chagaev nicht nur einen Weltmeisterbonus, sonden auch fast einen Heimvorteil genießt. Schon beim Kampf gegen Oquendo war es überdeutlich, dass man Chagaev wie einen tschetschenischen Heimboxer feierte. Nur ein KO-Sieg von Browne kann verhindern, dass man Chagaev womöglich bevorteilt.
Zu diesem Kampf hier unsere „Abstimmung der Woche“:
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