Es sah nach 3 Niederlagen in den letzten 4 Kämpfen so aus, als wolle Paul Malignaggi (33(7)-7(4)-0) seine Handschuhe an den Nagel hängen. Zumindest war er nach seiner TKO 9 – Niederlage gegen Danny Garcia dieser Meinung. Doch dabei bleibt es nun wohl doch nicht.

Der Kampf gegen Garcia machte deutlich, dass Paul Malignaggi in Reihe 1 einfach nicht mehr zuhause ist. Seine beste Zeit hatte er 2012/13, als kurzzeitig WBA-Champ im Weltergewicht war. Diesen Titel verlor er im Juni 2013 an Adrian Broner. Im Dezember dann noch einmal ein letzter Sieg gegen Zab Judah. Im Kampf um den IBF-Titel unterlag er im April 2014 Shawn Porter. Im August 2015 dann die besagte Niederlage gegen Danny Garcia. Diese beiden letzten Kämpfe endeten vorzeitig.

Noch in der Halle sagte Malignaggi auf die Frage, ob er noch einmal in den Ring steigen wird:

“Wahrscheinlich nicht. Man hasst es, eine emotionale Entscheidung zu treffen. Meine Karriere begann vor 14 Jahren in Brooklyn, wenn es heute Abend in Brooklyn endet, dann endet es zumindest zu Hause wo ich herkomme, vor meinen Fans. Es sind die besten Fans der Welt.”

Es sind noch keine 2 Monate vergangen, da findet man Paul Malignaggi wieder auf einer Card. Nicht etwa im heimatlichen Brooklyn vor seinen Fans oder überhaupt in den USA, sondern in der fernen Heimat seiner Eltern. Er kämpft am 26. September in Milano / Italien einen Aufbaukampf gegen den Ungarn Laszlo Fazekas (27(17)-21(2)-1).

Wie es aussieht, ist die Boxkarriere des 34-jährigen doch noch nicht über die Ziellinie gekommen, auch wenn er, wie man so schön sagt „übern Berg“ ist. Man wird sehen, ob er noch ein paar gute Kämpfe macht oder sich zu einem besseren Journeymann entwickelt. Die Aussicht auf weitere gute Börsen wird ihn wohl dafür sorgen, dass er der Boxwelt noch eine ganze Weile erhalten bleibt.