Mit einem vorzeitigen Sieg konnte Nikki Adler ihre 4 Titel (WBU, WBF, WIBA und WBC) im Supermittelgewicht gegen Gifty Amanua Ankrah aus Ghana verteidigen. In den ersten 3 Runden boxte Adler voll und ganz auf Sicherheit. Dabei hinderte sie ihre Gegnerin gelegentlich durch Klammergriffe daran, sich frei zu entfalten. Erst ab Runde 4 nutzte sie ihre Reichweitenvorteile voll aus und hielt sich dabei ihre Gegnerin mit dem Jab vom Leibe.

Nikki Krasnodar

Trotz einer soliden Verteidungshaltung und geschlossener Doppeldeckung der Ghanaerin gelang es Nikki Adler immer wieder Treffer zu landen. Die mindestens um einen Kopf kleinere Ankrah wirkte sehr kompakt und versuchte immer wieder auf Schlagdistanz zu gelangen. Mit zunehmender Kampfdauer konnte man deutlich sehen, dass Nikki Adler die „besseren Karten“ hatte. Die Augsburgerin zeigte Erfahrung und Ringdominanz. Dieser Kampf war für die Herausforderin nach Punkten nicht zu gewinnen und die Fähigkeit, Nikki Adler mit einem KO-Schlag zu besiegen, hatte sie wohl auch nicht unbedingt. Nach 8 von 10 Runden kam die Aufgabe wegen einer Schulterverletzung. Für Nikki Adler war es ein unspektakulärer Arbeitssieg, nicht mehr und nicht weniger. Dennoch hat sich die Reise nach Krasnodar gelohnt. Alle 4 Titel sind verteidigt worden und damit kann die 27-jährige Augsburgerin für die nächsten Monate erst einmal einen Haken an die Pflichterfüllung machen.

Nikki Adler muss zur Zeit auch außerhalb des Ringes Leistung zeigen. Sie ist gerade dabei in Fernlehrgängen ihr Abitur nachzumachen und würde danach am liebsten ein Sportstudium aufnehmen. Sie sagt: „Ich brauche eine Perspektive, boxen kann man ja nicht ewig.“ womit sie wohl recht hat.