Am Samstag war es endlich soweit: Die Wahlwienerin Nicole Wesner erkämpfte sich in ihrem 8. Profigefecht den ersten Gürtel. Gegnerin war die 22-jährige Bulgarin Kremena Petkova, die mit der Erfahrung von über 20 Kämpfen und einer ausgeglichenen Kampfbilanz angereist war.

Erster Gürtel: Gastboxerin Nicole Wesner
Ausgetragen wurde dieser Kampf um den WIBF-Interconti (Leichtgewicht) in Wismar. Es reichte zu einem klaren Punktsieg über 10 Runden gegen eine körperlich sehr robuste Gegnerin, die bisher nur ein mal vorzeitig besiegt wurde. Mit diesem Erfolg sollte der erste Etappe eines soliden Karriereaufbaus von Nicole Wesner abgeschlossen sein. Jetzt warten höhere Aufgaben. Klares Ziel: Ein WM-Kampf. Wenn es machbar ist, sogar noch in diesem Jahr.
Etwas weniger Glück bei dieser Veranstaltung hatte Steffi Schünke, die den 2. Frauenkampf des Abends bestreiten wollte. Erst sagte die vorgesehene Gegnerin kurzfristig ab. Damit wäre die gesamte Vorbereitungsarbeit umsonst gewesen. Dann konnte die Ersatzgegnerin keine ausreichenden ärztlichen Untersuchungsnachweise beibringen und der Aufsicht führende BDB lies sie nicht zum Kampf zu. Damit war dann die gesamte Vorbereitungsarbeit tatsächlich umsonst.

Kam diesmal nicht zum Einsatz: Lokalmatadorin Steffi Schünke
Steffi Schünke brauchte in dieser Situation sofort erst einmal Abstand und verließ die Veranstaltung, was durchaus verständlich ist. Um es klar und deutlich zu sagen: Es war für Schünke ein Gefühl zwischen Traurigkeit und Ausrasten. Sie entschuldigt sich bei all denen, die extra wegen ihrem Kampf in die Halle gekommen waren. Das ihr Kampf nicht zustande kam, lag nicht an ihr und ärgert sie sehr. Jetzt heißt es nach vorne schauen. Der nächste Kampf kommt gewiss.



