Die besten Kämpfe entstehen meistens, wenn keiner damit rechnet. So kam es, dass Monty Meza Clay, 36(22)-3(2)-0 und Alan Herrera, 32(21)-7(2)-0 am Freitag einen der besten Fights des Jahres ablieferten, als sie sich auf Fox Sports 1 eine brutale Halbweltergewichts-Ringschlacht lieferten. Am Ende setzte sich Clay durch einen dramatischen TKO in der 9. Runde durch.
Das Tempo war bereits zu Beginn sehr hoch. Clay suchte gezielt den Infight und setzte Herrera unter enormen Druck. Dieser nahm den Schlagabtausch dankbar an und feuerte aus allen Rohren zurück. Beide Kämpfer kamen immer wieder hart zum Kopf durch und kümmerten sich wenig um ihre Defensive. Nach Ende der 2. Runde gab es von beiden Seiten eine Kombination nach dem Gong, was die Gemüter zusätzlich erhitzte. Ab diesem Zeitpunkt war alle Taktik vergessen. Clay konnte sich in der Folge durch Dauerdruck und krachende Schlaghände Vorteile verschaffen, musste aber immer wieder harte Einzelhände Herreras einstecken. Dennoch schien es, als würde Clay nach und nach Vorteile für sich verbuchen. Zudem schaffte er es, in der 6. Runde einen Niederschlag zu landen. Herrera kassierte eine Rechte, der ein linker Haken folgte und musste runter. Im Anschluss kam aber der Mexikaner auf. Clay schien konditionell einzubrechen und musste nun seinerseits Bomben einstecken. Verzweifelt keilte er zurück, bis beide Boxer schwankend voreinander standen und sich Schwinger an den Kopf knallten. In der 8. Runde war Clay schließlich stark am schwanken, schaffte es aber mit enormen Kämpferherz in die Pause. Und es sollte noch härter kommen: Auch die 9. Runde war furios und bestand aus reiner Action. Zunächst hatte Herrera wieder Erfolg, ehe Clay mit einer Serie von Schlaghänden durchkam. Herrera war stark angeschlagen, feuerte aber immer wieder zurück. Doch Clay ließ ihn nicht mehr vom Haken, bis der Ringrichter einschritt.
Mit diesem spektakulären Sieg hat Monty Meza Clay schlagartig die Aufmerksamkeit der Fans auf sich gezogen. Man darf gespannt sein, ob es zu einem Rematch kommen wird. Allzu abwegig ist diese Idee sicherlich nicht, wenn man bedenkt, was die beiden Kämpfer am Freitag geboten haben.