Foto: Team Kessler
Man ahnte es schon lange, doch man glaubte noch an einen letzten großen Kampf. Mikkel Kessler wollte eigentlich einen 3. Kampf gegen Carl Froch bestreiten. Nach Sieg und Niederlage wäre das ein Entscheidungskampf geworden. Froch hatte seinerseits andere Interessen, will einen als Krönung seiner Karriere einen großen Kampf in Las Vegas.
Zuletzt war davon die Rede, Mikkel Kessler könne in England gegen James DeGeale kämpfen. Davon schien Kessler allerdings nicht besonders begeistert zu sein. Er tritt vom Boxsport zurück und hat folgende Erklärung abgegeben:
„Ich habe lange über die möglichen Optionen nachgedacht, aber keine dieser Optionen ist groß genug, um mich weiter zu motivieren.
Mein Management hat einen tollen Job gemacht, aber leider sind die Möglichkeiten derzeit begrenzt. Wenn ich noch einmal kämpfen würde, müsste es ein richtiger Kampf sein, der mich motiviert. Das ist keine Frage des Geldes. In der Tat wurden Angebote über große Börsen gemacht, aber es geht um die Motivation.
Ich brauche große Ereignisse um zu trainieren, mich auf dem Stand zu erhalten, den ich brauche um mich meinen Fans zu präsentieren. Ich sagte, dass ich nichts anderes wollte, als meine Niederlage gegen Andre Ward zu rächen oder den Entscheidungskampf gegen Carl Froch haben möchte.
Das sind die Kämpfe, die mich motivieren, aber aus dem einen oder anderen Grund wollen sie nicht mit mir kämpfen. Ich bin immer im Training, es ist Teil meines Lebens. Aber ich gehe boxerisch in den Ruhestand.
Abschließend möchte ich bei allen meinen Fans für die Unterstützung in meiner Karriere bedanken. Es war ein absolutes Vergnügen im Ring zu stehen, sowohl im Ausland als auch zuhause.“
Damit schließt sich wohl das Kapitel Mikkel Kessler in der Boxgeschichte. Man hätte ihm nach der Niederlage gegen Carl Froch noch wenigstens einen letzten Kampf und Sieg gewünscht. Mit einer Niederlage und 49 Kämpfen abzutreten, statt als Sieger und mit 50 Fights auf der Uhr, ist gewiss nicht der Traum eines Boxers. Einen dritten Kampf, eine Entscheidungsschlacht gegen Froch hätte die Boxwelt sicher gerne verkraftet. Oder eine Revanche gegen Andre Ward. Noch lieber vielleicht ein Stallduell gegen Arthur Abraham. Aber dazu wird es nun nicht mehr kommen. Der „Viking Warrior“ tritt ohne letzten großen Fight ab. Schade eigentlich.