Relativ unbeachtet vom Rest der Boxwelt lieferten sich Tim Robin Lihaug, 8(5)-1(1)-0 und Simen Smaadal, 8(3)-1(0)-0 den mit Abstand besten Kampf der „Nordic Fight Night“ in Kopenhagen. Die beiden Halbschwergewichts-Talente zeigten ein exzellentes Beispiel an Technik, Härte und vor allem Kämpferherz. Am Ende war es Lihaug, der sich nach Punkten durchsetzte.
„Das war ein Kampf, den man nicht allzu häufig machen sollte, da es sicher nicht gesund war!“, kommentierte ein Beobachter vor Ort den Kampf. Und in der Tat: Was Lihaug und Smaadal zeigen, war reine Härte. Der boxerisch überlegene Lihaug, der den gewöhnungsbedürftigen Kampfnamen „Timsalabim“ trägt, zauberte eine Schlaghand nach der anderen an den Kopf seines unbesiegten Kontrahenten. Smaadal wiederum landete den einen oder anderen heftigen Gegentreffer und suchte, vom Stolz des Unbesiegten erfüllt, stets seine Chance. Obwohl der Kampf erst um ca. 2 Uhr Nachts stattfand, versteckt hinter den Hauptkämpfen, tobte die Halle angesichts des starken Gefechts. Lihaug ließ sich teilweise auf die wilde Keilerei ein, konnte letztendlich aber mit einem verdienten Punktsieg entkommen.
Die Offiziellen werteten den Kampf mit 77-74, 78-73 und 77-74 für Lihaug, der sich somit weiter auf einem guten Kurs befindet. Nach der Niederlage gegen Top-Talent Oscar Ahlin unterschrieb der Norweger bei Sauerland und konnte in letzter Zeit eine Reihe von wichtigen Siegen einfahren. Simen Smaadal muss dagegen mit der ersten Niederlage seiner Karriere fertig werden. Am Beispiel seines Gegners zeigt sich aber, dass dies nichts zu bedeuten hat, sofern man aus seinen Fehlern lernen kann.


