Omar Siala, 23(10)-17(11)-3 scheint kein Mann zu sein, der lange zögert. Zumindest sprang er kurzfristig ein, als Chris Eubank Jr, 17(12)-0-0 einen neuen Gegner suchte. Der vorgesehene Florian Wildenhof sprang nämlich kurzfristig ab. Kein Problem für Siala, der sich mit dem britischen Talent in den Ring wagt.
Über die Siegchancen des 25 Jährigen darf man natürlich nicht allzu hoffnungsvoll nachdenken. Obwohl er deutlich mehr Profierfahrung als sein Gegner hat, ist er nicht zum Gewinnen eingekauft. Hinzu kommt, dass Siala eine Gewichtsklasse aufsteigen muss, um sich mit dem Mittelgewichtler zu messen. Aber so ist das nun einmal, wenn der Kampfrekord seine 0 verloren hat. Bei guten Kämpfen diktiert der Gegner die Umstände.
Siala steht im Ring, seit er 16 Jahre alt ist. Eine lange Amateurkarriere hatte er nicht. Die technischen Defizite sind nicht von der Hand zu weisen, konnten aber nicht verhindern, dass sein Kampfrekord noch knapp im positiven Bereich liegt. Zuletzt schockte Siala den unbesiegten Nikola Ivkovic und bewies, dass er durchaus für die erste Niederlage eines Boxers sorgen kann.
Gegen Chris Eubank Jr. wird es freilich noch einmal eine ganz andere Geschichte. Der Sohn von Supermittelgewichts-Legende Chris Eubank verfügt über extrem variable Technik, Reflexe und Power. Nicht auf dem Niveau des Vaters, aber dennoch ausreichend, um im Mittelgewicht ein Wörtchen mitzureden.
Man darf gespannt sein, ob Siala die Überraschung schafft oder ob es am Ende doch nur ein einseitiger Aufbaukampf wird.
