Als Matt Korobov, 24(14)-0-0 2008 Profi wurde, setzten Fans und Experten große Hoffnungen in ihn. Doch was folgte, war eine schier endlose Aufbauphase in Verbindung mit schwacher Gegnerwahl und Inaktivität. Mit nunmehr 31 Jahren wird Korobov am kommenden Samstag die Chance erhalten, nach einer WM Krone zu greifen. Der vakante WBO Titel steht auf dem Spiel.
Korobov, der aus dem russischen Orotukan stammt, inzwischen aber in St. Petersburg lebt, konnte bereits bei den Amateuren überzeugen. 2005 und 2007 wurde Korobov Weltmeister und siegte dabei u.a. über Ismayl Sillakh und Jarrod Fletcher. Beide besiegte er vorzeitig. Bei Olympia 2008 scheiterte Korobov in der 2. Runde und beschloss daraufhin, Profi zu werden.
Nach anfänglichem Hype verschwand Korobov rasch in der Versenkung. Aktivere Talente, die sich echten Tests stellten, verdrängten den langsam voranschreitenden Russen aus dem Fokus der Medien. Erst mit seinem kürzlichen Sieg über den stark geschätzten Jose Uzcategui rückte Korobov zurück ins Bewusstsein der breiten Masse. Dieses Momentum will er am Wochenende ausnutzen, wenn er auf Andy Lee trifft.
Andy Lee, 33(22)-2(2)-0 der einstige Vorzeigeschüler von Emmanuel Steward, erwies sich in der Zwischenzeit als solider Mann der 2. Reihe. Gegen Julio Cesar Chavez Jr. zeigten sich die Grenzen des tapferen Brawlers aus Irland. Dennoch ist Lee mit seiner Schlagkraft und dem enormen Kämpferherz ein harter Stolperstein für Korobov, den dieser erst einmal überwinden muss.
Der kommende Samstag wird sicherlich sehr aufschlussreich.



