Michael Katsidis hat sein umstrittenes Rematch mit Graham Earl für sich entschieden. Der Brawler entschied den Kampf über 12 Runden klar nach Punkten, musste aber auch den einen oder anderen Konter einstecken.
Katsidis erwischte den besseren Start. Der Australier marschierte gewohnt offensiv nach vorne und setzte Earl beständig unter Druck. Obwohl der Brite zunächst keine Runden gewann, zeigte er sich nach 5 Jähriger Pause durchaus in Form und konnte die Treffer von Katsidis ohne Probleme nehmen. Nachdem Katsidis die Anfangsphase komplett dominiert hatte, kam Earl ab dem 6. Durchgang auf und konnte einige Deckungslücken des Australiers nutzen. Wirklich entscheidende Treffer konnte Earl allerdings nicht setzen. Katsidis nahm die Konter ohne Wirkung zu zeigen und marschierte durchgehend nach vorne. Der konstante Druck blieb bis zum Ende des Kampfes erhalten, wobei Earl nie Gefahr lief, gestoppt zu werden.
Nachdem Katsidis mit 120-109, 119-109 und 120-108 zum Punktsieger erklärt wurde, endete die Karriere von Graham Earl wohl endgültig. Was Katsidis betrifft, so bleibt zu hoffen, dass auch er die Handschuhe an den Nagel hängt. Ein Gehirnscan hatte bereits letztes Jahr alarmierende Anzeichen für Folgeschäden durch den Boxsport gezeigt.