Jessica Nery Plata – Ex WBC Junioren-Meisterin wartet auf neue Chance

von | 18. Mai 2015 | Profiboxen

Die mexikanische Halbfliegengewichtlerin feierte Gestern ihren 20. Geburtstag. Ihre Profiboxkarriere begann sie bereits 2011 als 16-jährige mit einem Punktsieg über die bis dahin in 4 Kämpfen ungeschlagene und 10 Jahre ältere Estrella Valverde. Jessica Nery Plata ist nach WBC-Weltmeisterin Ibeth Zamora Silva in Mexiko und weltweit die Nr. 2 im Ranking.

Das interessante daran ist, dass Plata und Zamora schon einmal gegeneinander gekämpft haben. Im Jahr 2012 gelang es der damals noch 17-jährigen, der 6 Jahre älteren Zamora den WBC-Juniorengürtel durch einen Punktsieg abzunehmen. Wie diese Begegnung heute ausgehen würde weiß man gewiss nicht, doch ist nicht auszuschließen, dass beide Boxerinnen demnächst noch einmal gegeneinander antreten werden. Jessica Nervy Plata wird sicher Alles geben um Ibeth Zamora Silva auch den „echten“ WBC-Gürtel im Halbfliegengewicht abzunehmen.

Schaut man sich die BoxRec-Liste genauer an, wird vor allem deutlich, wie stark die Riege der Mexikanerinnen in dieser Gewichtsklasse ist. Von insgesamt 109 aktiven Profiboxerinnen kommen allein 39 aus Mexiko. In Deutschland gibt es gar keine. Auch im Strohgewicht ist Özlem Sahin die einzige Vertreterin. Im Fliegengewicht gibt es mit Susi Kentikian, Raja Amasheh und Steffi Schünke gerade 3 Vertreterinnen. Also in den unteren 3 Gewichtsklassen insgesamt 4 aktive Profiboxerinnen aus deutschen Landen. In Mexiko findet man da sagenhafte 104 aktive Boxerinnen. Die Bevölkerungszahl allein (ca. 120 Mio) macht diesen Unterschied nicht aus. Der Boxsport wird in Mexiko ganz anders angesehen und gefördert. Darüber hinaus gibt es für Boxerinnen in Mexiko ganz andere Perspektiven. Sie genießen ein hohes Ansehen und verdienen Geld. Zwar lange nicht so viel wie die Männer, aber immerhin besser als in Deutschland, wo eine Boxerin Geld mitbringen muss, statt welches zu verdienen. Wenn man dann noch sehen muss, wie dem Einen Millionen in den Hintern geblasen werden, während die Anderen in einem normalen Beruf schuften müssen um ihren geliebten Sport überhaupt ausübern zu können, regt das schon zum Nachdenken an.

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