Jermain Taylor ist der neue IBF Weltmeister im Mittelgewicht. Der US-Amerikaner bezwang den bisherigen Titelträger Sam Soliman in einem dramatischen Kampf, in dessen zweiter Hälfte ihm eine Beinverletzung bei Soliman zu Gute kam.
Nach einer ruhigen Anfangsrunde, war es zunächst Soliman, der besser in den Kampf fand. Der Australier landete seine Treffer vor allem dann, wenn sich die Boxer aus dem Clinch lösten. Taylor schien Probleme mit dem unorthodoxen Stil des Weltmeisters zu haben und kam mit seinen Reaktionen teilweise nicht hinterher. Ab der 5. Runde fand Taylor schließlich seinen Rhythmus und konnte einige Treffer landen. Soliman hielt zunächst noch dagegen, musste in der 7. Runde aber eine Verletzung am Knie einstecken. In der Folge musste Soliman mehrfach zu Boden. In den Runden Sieben, Acht, Neun und Elf konnte Taylor dank der mangelnden Balance seines Gegners leichte Niederschläge erzielen. Solimans zwischenzeitliche Bemühungen, die durchaus Erfolg hatten, wurden durch diese Momente zunichte gemacht, sodass Taylor komfortabel in Führung geriet. Soliman warf zwar in der letzten Runde noch einmal alles nach vorne, vermochte es aber nicht, den entscheidenden Treffer zu landen.
Am Ende hatten die Punktrichter Jermain Taylor mit 116-111, 115-109 und 116-109 vorne. Damit brachte Taylor einige Kritiker zum verstummen, die der Meinung waren, dass er eigentlich keine Lizenz mehr erhalten dürfe. Aus sportlicher Sicht wurde dies, auch wenn ihm Solimans Verletzung in die Karten spielte, widerlegt. Was die Gesundheit betrifft, wird den Fans wohl nichts anderes bleiben, als abzuwarten und zu hoffen, dass Taylor weiß, was er tut.



