IBF Mittelgewichts-Weltmeister Jermain Taylor hat abermals Probleme mit dem Gesetz. Dieses Mal wird Taylor vorgeworfen, eine Familie mit vorgehaltener Waffe bedroht zu haben, weil ein Kind beinahe seinen WM Gürtel fallen ließ.
Laut der Mutter des Kindes lief die Tat wie folgt ab: Ihre Kinder (5, 3 und 1 Jahr) waren dabei, ein Foto mit Taylor zu machen, als eines der Kinder Anstalten machte, den Gürtel fallen zu lassen. Dies konnte verhindert werden, was Taylor aber offenbar nicht mitbekam. Im Glauben, sein Gürtel habe den Boden berührt, holte er eine Waffe heraus und hielt diese an die Schläfe des Kindes. Im darauf folgenden Gerangel wurde der Vater der Kleinen am Ohr verletzt. Schließlich flüchtete die Familie mit ihrem Auto, wobei Taylor weiterhin die Waffe auf die gerichtet hielt und drohte, er würde den Vater töten. Zudem sagte Taylor offenbar aus, dass ihm die Kinder egal wären.
Gegen Taylor wurde bereits vor seinem Titelgewinn gegen Sam Soliman ermittelt. Damals hatte er seinen Cousin angeschossen. Für diese Tat wird er sich noch vor Gericht verantworten müssen. Mit den neuesten Ereignissen konnte er sich nicht unbedingt entlasten und macht immer mehr den Eindruck, als leider er unter psychischen Problemen. Nach der KO Niederlage gegen Arthur Abraham, der bereits KOs gegen Kelly Pavlik und Carl Froch vorausgegangen waren, hatte man bei Taylor leichte Gehirnblutungen festgestellt. Dennoch darf der US-Amerikaner bisher weiter boxen.
Die Titelverteidigung mit Sergio Mora ist mittlerweile abgesagt. Mora äußerste sich, obwohl natürlich enttäuscht, dass Taylor seiner Meinung nach nicht mehr in den Ring gehöre.