Die Kampfansetzung selbst erscheint eher unspektakulär zu sein. Es treten am 15. Mai im „Masonic Temple“ gegeneinander an: Susan Reno (1-3-2) und Paola Ortiz (0-5-1). Doch hinter dieser Begegnung im Fliegengewicht verbirgt sich ein Novum, zumindest für den Bundesstaat New York. Erstmals in der Geschichte des Frauenboxens werden dort 6 Runden à 3 min geboxt.

Durch diese Regel sinkt zwar die Gesamtkampfzeit von 20 auf 18 Minuten, doch die 3 min Runden stellen erst einmal eine Angleichung an das Männerboxen dar. Damit eröffnen sich auch ganz andere Möglichkeiten. Die sonst üblichen 2 min pro Runde erlauben es den Boxerinnen, sich teilweise in die Pausen zu retten, auch wenn sie bereits angeschlagen sind. In 3 min besteht eher de Möglichkeit, eine Gegnerin zu zermürben und eventuell vorzeitig auszuschalten.

So ganz neu ist diese Regelung jedoch nicht. So kämpften bereits im Jahr2013 die jetzige IBO-Weltmeisterin Sonja Lamonakis gegen die jetzige WBC – Weltmeisterin Martha Salazar einen 6 Runden Kampf à 3 min, den Salazar für sich entscheiden konnte.

Ob dieser Schritt einmalig bleibt oder weitere Nachahmung findet, bleibt abzuwarten. Letztendlich wäre es eine weitere Angleichung zum Männerboxen. Zumindest in der Rundenlänge sollte eine Angleichung möglich sein. Solche Vorsichtsmaßnahmen wie beim klassischen Boxen gibt es beispielsweise beim MMA nicht. Da kämpfen auch Frauen 5 min lange Runden. Also warum sollte es dann im klassischen Boxen der Frauen keine 3 min geben? Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Angleichung durchsetzen wird. Es gibt bereits Verbände, wo 3 min gekämpft werden können, wenn beide Boxerinnen sich darauf einigen.