In der Nacht zum Sonntag konnten auch Omar Figueroa und Jamie McDonnell erfolgreich sein. Während Figueroa einen erwartungsgemäßen Sieg über Ricky Burns feiern konnte, überraschte McDonnell mit einem Außenseiter-Sieg über den zuvor unbesiegten Tomoki Kameda.

McDonnell und Kameda lieferten sich ein Duell, welches sich in zwei Hälften aufteilen lässt. Zunächst bestimmte der in Mexiko lebende Kameda das Gefecht und erzielte im 5. Durchgang sogar einen Niederschlag, als er McDonnell mit einer harten Rechten zum Kopf erwischte. Der Brite kam allerdings hinten raus auf und klaute einige Runden mit dem Jab. Als Kameda zudem konditionell nachließ, sicherte sich McDonnell die wertvollen Schlussrunden und siegte hauchdünn mit 114-113, 114-113 und 114-113 nach Punkten. Da Kamedas WBO Titel im Bantamgewicht nicht auf dem Spiel stand, gewann McDonnell aber sonst nichts dazu.

Im Hauptkampf musste Omar Figueroa eine wahre Schlacht überstehen. Das ist für den Leichtgewichtler nichts ungewöhnliches, da er als wilder Brawler bekannt ist. Herausforderer Ricky Burns drückte Figueroa häufig in die Seile, wo er dann klammerte und darum bemüht war, den Kampf schmutzig zu machen. Dafür kassierte Burns mit der Zeit zwei Punktabzüge. Figueroa konnte einige harte Treffer landen, hatte aber so seine Probleme mit den schnellen Infight-Skills von Burns, der immer wieder schwer durchkam. Am Ende entschieden sich die Punktrichter mit 116-110, 116-110 und 117-109 etwas zu deutlich für Figueroa.