Supermittelgewichtler Vincent Feigenbutz konnte sich am Samstag die Interims-Titel der WBA und den WM-Titel der GBU sichern, indem er den selbstbewussten, aber relativ harmlosen Peruaner Mauricio Reynoso in der 3. Runde TKO schlug. Power und Aggressivität waren die entscheidenden Faktoren bei diesem Aufeinandertreffen.
Reynoso war zunächst darum bemüht, den Kampf aus der Distanz zu führen und versuchte, Feigenbutz mit dem Jab außen zu halten. Gelegentliche Versuche, die rechte Schlaghand ins Ziel zu bringen, wirkten dagegen arg hölzern und wurden von Feigenbutz entsprechend abgeblockt. In der 2. Runde erzielte der Karlsruher den ersten Niederschlag des Kampfes. Reynoso kam wieder auf die Beine, war aber sichtlich mitgenommen. Es folgte ein weiterer Bodenbesuch, welcher vom Ringrichter aber nicht als Niederschlag anerkannt wurde. Eine Fehlentscheidung, für die der Offizielle aber auch das Nachschlagen des Deutschen übersah. In der 3. Runde setzte Feigenbutz konsequent nach und schickte Reynoso zwei weitere Male in den Ringstaub. Dieser tat sich immer schwerer mit dem Aufstehen und wurde schließlich aus dem Kampf genommen.
Auf der Pressekonferenz nach dem Kampf wurde bekannt, dass Feigenbutz am Jahresende auf den vollwertigen WBA Weltmeister Fedor Chudinov treffen soll. Dieser möchte vorher noch eine freiwillige Titelverteidigung gegen den Briten Frank Buglioni absolvieren. Entsprechende Verträge sollen bereits unterschrieben sein. Des weiteren wurde bekannt, dass Feigenbutz Manager Rainer Gottwald sein zweites Talent, namentlich Leon Bauer, ebenfalls bei Sauerland unterbringen konnte.
