Die Geschichte um den Ermis-Doberstein Kampf nimmt immer seltsamere Züge an. Die neuesten Erkenntnisse zeugen von nicht geringer krimineller Energie seitens der Veranstalter. Die Dopingtests vor und nach dem Kampf wurden nämlich von falschen NADA Mitarbeitern vorgenommen und waren somit nicht offiziell.
Fassen wir die Fakten zusammen: Bei dem IBF Titelkampf zwischen Cagri Ermis und Jörg Doberstein wurden im Vorfeld Dopingtests vereinbart. Veranstalterin Eva Rolle erhielt pro Kämpfer 1000 Euro und sollte die Kontrolleure vorbeischicken. Dies tat sie auch – Jedoch ohne Kenntnis der Agentur. Zumindest waren die angeblichen NADA Mitarbeiter ebenso falsch, wie so manches NADA Dokument, welches den Sportlern nach den Tests zur Unterschrift vorgelegt wurde. Die NADA bestätigte dies gegenüber anderen Medien bereits und leitete Ermittlungen gegen die Berlinerin ein.
Kein Wunder, dass die IBF ihre Zusammenarbeit mit der GBA prüft. Knackpunkt ist dabei wohl nicht die Punktentscheidung an sich, die Ermis verdient geholt hatte. Vielmehr hat der Verband wohl bemerkt, dass in der Organisation so einiges enthalten war, das nicht zu einem guten Boxkampf dazu gehört.
Man darf gespannt sein, ob dies nur die Spitze des Eisbergs, oder schon das ganze Problem darstellt. Zumindest wirkt die Geschichte sehr skurril und wird dem Sport sicherlich nicht gut tun.
