Carl Froch hat seinen IBF Titel im Supermittelgewicht niedergelegt. Damit reagiert der Brite einerseits auf eine erlittene Verletzung, kann andererseits aber auch die ungeliebte Pflichtverteidigung gegen James DeGale umgehen.

Froch hatte den Titel einst in Nottingham gegen Lucian Bute gewonnen, den er in 5 Runden komplett dominierte und schließlich stoppte. Es folgten Titelverteidigungen gegen Yusuf Mack und Mikkel Kessler, ehe die beiden Schlachten mit George Groves die Massen begeisterten. Seit letztem Mai ist Froch allerdings inaktiv, weil die von ihm anvisierten lukrativen Kämpfe mit Julio Cesar Chavez Jr. oder Gennady Golovkin bisher nicht zustande kamen.

Nun rückt automatisch Pflichtherausforderer James DeGale auf, der um den vakanten Gürtel boxen wird. Ein direktes Duell hatte Froch bisher ausgeschlossen, da er sich nicht für DeGale motivieren könne. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn DaGale sich bewiesen hat, könne man aber noch einmal darüber nachdenken. Dies klingt auch in Frochs Statement durch, welches er am Dienstag verbreitete.

„Hoffentlich kann James DeGale seinen Job richtig machen und den Gürtel in Großbrittanien halten. Vielleicht komme ich Ende des Jahres zurück, um ihn mir wieder zu holen!“