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Egal ob in Japan, Mexiko, Deutschland oder in den USA – In dieser Woche wird von Mittwoch bis Samstag durchgehend Gas gegeben. WM Kämpfe, Talente und Veteranen geben sich die Ehre und bieten für alle Geschmäcker den richtigen Kampf. Das Highlight dürfte sicherlich der Rückkampf zwischen Denis Lebedev und Guillermo Jones werden. Doch auch Klitschko-Leapai sowie die GoldenBoy-Veranstaltung auf Showtime versprechen Unterhaltung.

Shinsuke Yamanaka, 20(15)-0-2 vs. Stephane Jamoye, 25(15)-4(1)-0

Bantamgewicht: WBC Weltmeister Yamanaka eröffnet die Woche bereits am Mittwoch, indem er sich dem Belgier Stephane Jamoye stellt. Dieser scheiterte einst an Leo Santa Cruz, ehe er sich den EM Titel schnappen und einige Male verteidigen konnte. In seinem letzten Kampf folgte allerdings eine Punktniederlage gegen den Franzosen Karim Guerfi. Kein Wunder, dass Yamanaka klar favorisiert wird.

Kiko Martinez, 30(22)-4(1)-0 vs. Hozumi Hasegawa, 33(15)-4(2)-0

Superbantamgewicht: Martinez verlor letztes Jahr durch TKO gegen Carl Frampton, startete dann aber richtig durch. Mit einem Sieg über Jonathan Romero holte er sich den IBF Titel und konnte diesen mit einem KO über Jeffrey Mathebula verteidigen. Jetzt trifft der spanische Brawler auf den Ex-Weltmeister Hozumi Hasegawa. Dieser gilt als exzellenter Techniker, musste bei seinen letzten WM Kämpfen aber KO Niederlagen gegen Fernando Montiel und Jhonny Gonzalez hinnehmen. Man darf gespannt sein, ob Hasegawa gegen Martinez noch einmal auftrumpfen kann, oder ob der Spanier seinen Titel behält.

Adam DeMoor, 10(7)-1(1)-0 vs. Paul Kamanga, 10(7)-0-0

Halbweltergewicht: Dieses Duell verspricht Spannung. Zwei der besten Talente Südafrikas treffen direkt aufeinander. DeMoor zeigte sich von seiner kontroversen Niederlage zuletzt bestens erholt und konnte einige starke Siege feiern. Jetzt bekommt er es allerdings mit Paul Kamanga zu tun. Dieser ist nicht nur unbesiegt, sondern auch DeMoors Rivale aus Amateurzeiten. Auf Youtube ist der knappe Kampf noch zu bestaunen, wo Kamanga nach Punkten siegte. DeMoor ist natürlich auf Revanche aus, wodurch dieser Fight durchaus unterhaltsam werden dürfte.

Josesito Lopez, 31(18)-6(2)-0 vs. Aaron Martinez, 19(4)-2(0)-1 (ESPN2)

Halbweltergewicht: Nachdem Lopez gegen Alvarez und Maidana verlor, ist sein kurzer Moment im Rampenlicht vorbei. Im Rahmen der seltenen „Thursday Fight Night“ darf er nun auf ESPN2 boxen, wo er es mit dem zähen Aaron Martinez zu tun bekommt. Der überraschte mal den unbesiegten Joseph Elegele, hat aber kaum Schlagkraft. Der Quervergleich über Jessie Vargas, gegen den Lopez deutlich besser aussah, unterstreicht die Favoritenrolle Josesitos noch einmal.

Thomas Williams, 16(11)-0-1 vs. Enrique Ornelas, 34(22)-8(1)-0 (ESPN2)

Halbschwergewicht: Williams lieferte einen der spektakulärsten Kämpfe des bisherigen Jahres, als er Cornelius White in einer kurzen, aber heftigen Schlacht ausknockte. Beide Kämpfer waren während der rund 2,5 Minuten am Boden und lieferten sich einen begeisternden Schlagabtausch. Die Deckungslücken, die Williams dort offenbarte, könnte ein starker Ornelas durchaus nutzen. Ob der Mexikaner allerdings noch genug Substanz hat, muss man abwarten. Sein letzter großer Kampf liegt nämlich schon eine Weile zurück.

Andrey Meryasev, 15(11)-0-0 vs. Carlos Baldomir, 49(15)-15(3)-6

Mittelgewicht: Warum ein Russe und ein Argentinier ausgerechnet in Mexiko boxen, weiß ich leider auch nicht. Interessant ist der Kampf aber allemal. Baldomir, der einst Zab Judah und Arturo Gatti besiegte, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er darf nun dem russischen Talent Meryasev als Steigbügel dienen. Was diesen nach Südamerika zieht, obwohl er bisher ausschließlich in Russland boxte, bleibt allerdings ein Rätsel.

Denis Lebedev, 25(19)-2(1)-0 vs. Guillermo Jones, 39(31)-3(1)-2

Cruisergewicht: Zweifellos der Kampf der Woche. Letztes Jahr trafen die beiden Kämpfer schon einmal aufeinander. Damals siegte Jones nach einer knallharten Schlacht durch KO und fügte Lebedev eine groteske Schwellung über dem Auge zu. Anschließend wurde er allerdings positiv getestet, weshalb ein sofortiges Rematch angeordnet wurde. Elf Monate sind seitdem vergangen und die beiden Krieger treffen sich erneut zur Schlacht. Man darf gespannt sein, ob Lebedev sich dem druckvollen Jones dieses Mal besser entziehen kann und den WBA Titel nach Russland holt.

Andrej Klimov, 16(8)-1(0)-0 vs. Francisco Contreras, 22(17)-4(3)-0

Leichtgewicht: Nachdem Klimov in den USA wechselnde Erfahrungen machte (Sieg über John Molina mit anschließender Niederlage gegen Terence Crawford), gönnt er sich nun einen Kampf in seinem Heimatland. Auf der Lebedev-Jones Undercard bekommt er es mit dem starken, aber kinnschwachen Francisco Contreras zu tun. Dieser benötigt endlich mal einen großen Sieg, da er ansonsten zum Journeyman verkommen dürfte.

Arif Magomedov, 10(7)-0-0 vs. Alex Theran, 16(9)-0-0

Mittelgewicht: Eine sehr schöne Ansetzung! Der Kolumbianer Theran erregte in US-Foren bereits viel Aufmerksamkeit und zieht einen entsprechenden Hype hinter sich her. Am Samstag wird sich zeigen, ob der technisch versierte Rechtsausleger auch mit einem aggressiven Brawler zurecht kommt. Magomedov, der mit seinen Leberhaken und Deckungslücken sehr an den späten Micky Ward erinnert, dürfte ordentlich Druck aufbauen und vor heimischem Publikum überzeugen wollen. Theran ist dennoch der klare Favorit.

Roman Andreev, 15(11)-0-0 vs. Juan Antonio Rodriguez, 26(23)-4(1)-0

Superfedergewicht: Vor seinem geplanten Kampf mit Javier Fortuna wagt Rodriguez noch einen Zwischenstop in Russland. Dieser Kampf findet nicht auf derMoskauer Lebedev-Card, sondern in Podolsk statt. Rodriguez Gegner ist der unbesiegte Lokalmatador Andreev. Verliert der Mexikaner, wird er wohl auch seinen ESPN2 Auftritt gegen Fortuna los. Es darf also ein hart umkämpftes Gefecht erwartet werden.

Wladimir Klitschko, 61(51)-3(3)-0 vs. Alex Leapai, 30(24)-4(2)-3 (RTL)

Schwergewicht: Nach seinem Sieg über Denis Boytsov darf Leapai nun seine verdiente WM-Chance in Angriff nehmen. Der Brawler aus Down Under hat ordentlich Schlagkraft in seinem linken Haken, ist allerdings nicht der schnellste und technisch eher limitiert. Sollte er es in den Infight schaffen, könnte dennoch die leichte Chance auf eine Überraschung bestehen. Klitschko wiederum hat erst kürzlich gesagt, dass er noch mehrere Jahre aktiv sein möchte und wird seine Geldquellen sicherlich nicht so schnell versiegen lassen wollen.

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Joseph Parker, 7(6)-0-0 vs. Marcelo Luis Nascimento, 17(15)-5(3)-0

Schwergewicht: Eigentlich sollte der talentierte Neuseeländer Parker auf Sherman Williams treffen. Dieser überwarf sich aber während der Sparringsphase im Klitschko-Camp mit eben diesem und wurde von der Undercard gestrichen. Jetzt bekommt Parker den Brasilianer Nascimento vor die Fäuste. Der hat einen recht hölzernen Stil und kann nicht einmal eine Gerade schlagen. Wenn einer der Bauernschwinger aber trifft, gehen in der Regel die Lichter aus. Kein Ersatzgegner ohne Risiko, wie man erfreut feststellen darf.

Juan Francisco Estrada, 25(18)-2(0)-0 vs. Richie Mepranum, 27(6)-3(1)-1 (Azteca)

Fliegengewicht: Die stärkste aller Gewichtsklassen bietet auch an diesem Wochenende wieder feines Boxen. Estrada, die aktuelle Nr.1 des Fliegengewichts, bekommt es mit dem Techniker Richie Mepranum zu tun. Dieser konnte immerhin Tyson Marquez auspunkten, unterlag dann aber im spektakulären Rematch. Man darf gespannt sein, ob Rodriguez nach seinem durchwachsenen Kampf mit Milan Melindo wieder zu alter Stärke findet.

Hernan „Tyson“ Marquez, 36(26)-4(3)-0 vs. John Mark Apolinario, 17(4)-3(1)-3 (Azteca)

Fliegengewicht: Tyson Marquez versucht, sich nach seiner harten KO Niederlage gegen Giovanni Segura wieder in den Ranglisten nach oben zu arbeiten. Sein Gegner ist der Philippine Apolinario, genannt „Iceman“. Ob er Marquez einfrieren kann, muss man abwarten. Zuletzt versuchte sich Apolinario an einem der Kameda-Brüder, was mit einer klaren Niederlage endete.

Braulio Rodriguez, 15(15)-0-0 vs. Carlos Diaz Ramirez, 13(7)-0-0

Superfedergewicht: Zwei unbesiegte Talente treffen aufeinander. Das ist doch immer wieder ein interessanter Klassiker! In diesem Fall sind es auch noch hart schlagende, attraktiv boxende Herrschaften, die kollidieren. Während der Dominikaner Rodriguez bisher alle seine Kämpfe durch KO für sich entscheiden konnte und boxerisch wohl etwas besser ausgebildet ist, knockte Ramirez zuletzt den hoch favorisierten Miguel Beltran Jr. aus. Action dürfte in diesem Kampf sicher sein.

Lucas Browne, 19(16)-0-0 vs. Eric Martel Bahoeli, 10(7)-3(2)-0 (Sky England)

Schwergewicht: Browne, ein ehemaliger MMA Kämpfer aus Australien, wurde anfangs eher belächelt, als er lokale Boxer in Queensland vermöbelte. Mittlerweile hatte er einen antiken James Toney sowie den unbesiegten Richard Towers vor den Fäusten und konnte sie alle schlagen. Der Puncher hat sich zu einem ernsthaften Talent gemausert und steht mittlerweile bei Ricky Hatton unter Vertrag. Gegen den Kanadier Bahoeli will Browne nun seinen Commonwealth-Titel verteidigen, während er auf größere Kämpfe wartet.

Keith Thurman, 22(20)-0-0 vs. Julio Diaz, 40(29)-9(5)-1 (Showtime)

Weltergewicht: Nachdem Diaz Shawn Porter ein Unentschieden abrang und Amir Khan am Boden hatte, ist seine Karriere mit einem Mal wieder richtig lebendig. Jetzt darf er sogar auf Showtime boxen, wenn Keith Thurman einen weiteren Schritt nach oben machen will. Der US-Amerikaner hatte ein extrem starkes Jahr 2013 und wird von vielen bereits als kommender P4P Fighter und Mayweather-Gegner betrachtet. Man darf gespannt sein, wie sich Thurman mit dem erfahrenen Veteranen Diaz auseinander setzt.

Lucas Matthysse, 34(32)-3(0)-0 vs. John Molina, 27(22)-3(1)-0 (Showtime)

Halbweltergewicht: Zwei Brawler mit Betonkinn und mächtig Dampf in den Fäusten treffen direkt aufeinander. Das wird unterhaltsam, so lange es eben dauert. Molina wurde einst gegen Antonio DeMarco etwas unter Wert geschlagen und will nun, mit einem Sieg über Top-Talent Mickey Bey im Rücken, den Argentinier Lucas Matthysse überraschen. Dieser gilt als klarer Favorit und möchte sich mit einem KO Sieg für einen Rückkampf gegen Danny Garcia empfehlen. Sollte der Kampf länger als 5 Runden dauern, erwartet uns vielleicht ein Kandidat für den „Fight of the Year“.

Omar Figueroa, 22(17)-0-1 vs. Jerry Belmontes, 19(5)-3(0)-0 (Showtime)

Leichtgewicht: Nach seinem starken Sieg über Nihito Arakawa, bei dem er allerdings viel einstecken musste, bekommt es der offensive Brawler Omar Figueroa mit dem flinken Jerry Belmontes zu tun. Dieser schaffte zuletzt eine Überraschung gegen den Australier Will Tomlinson und qualifizierte sich auf diese Weise für einen Fight auf Showtime. Alles andere als ein KO Sieg Figueroas wäre aber eine Sensation.