Eine Nachricht, die man eigentlich kaum anders erwartet hatte: Der zuletzt wenig überzeugende Denis Boytsov (34(26)-1-0) trainiert ab sofort bei Sauerland-Erfolgscoach Uli Wegner. Zuvor war Boytsov Karsten Röwer aus Schwerin zugeteilt. Der Trainerwechsel sei eine Team-Entscheidung gewesen, so sagt man.

Denis Boytsov, der Junioren-Weltmeister von 2004, galt lange Zeit als ein großes Talent und man war mit ihm bereits in den Weltranglisten ganz weit vorne. Der Zusammenbruch vom „Universum“ – Boxstall und die darauf folgenden Ereignisse bis hin zu Drohungen und Erpressungsversuchen gegen Boytsov warfen ihn etwas zurück. Dazu kam dann eine enttäuschende Niederlage gegen den Australier Alex Leapai, die Boytsov den Traum vom WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko kostete. Böse Zungen sagen Boytsov auch ein wenig Zuneigung zum Feiern und mangelnde Trainingsdisziplin nach. Solche Behauptungen stammen natürlich aus dem Reich der Spekulationen.

Jetzt sollte für Boytsov eigentlich eine neue Zeitrechnung anbrechen. Strich unter das vergangene machen und mit neuem Coach neu starten. Warum das nicht schon mit Karsten Röwer klappte, sei mal dahingestellt. Uli Wegner hat nach dem Vertragsende und dem damit verbundenen Weggang von Marco Huck eine neue Aufgabe. Zeitaufwendiger und schwieriger als mit Huck kann es sicher kaum mit Boytsov werden. Es wäre nicht der erste Boxer, den Wegner unter seine „Fittiche“nimmt und mit dem er zu Erfolgen kommt. Den Traum, einen Weltmeister im Schwergewicht auszubilden, hat Wegner schon seit Jahren. Ob er mit Boytsov endlich den richtigen Boxer dafür hat, wird man sehen.

Den ersten Kampf unter Trainer Wegner bestreitet Boytsov am 6. Dezenmber gegen den 40-jährigen Brasilianer Geoge Arias (55(41)-11(4)-0). Mal sehen wie Boytsov mit ihm klar kommt.