Wie man auch immer über den „Tuaman“ denken mag: Er galt bei den Boxfans in aller Welt als einer der besten Boxer, dem allerdings immer das letzte kleine Stückchen zum großen Erfolg fehlte. David Tua feiert heute seinen 42. Geburtstag. Nach seinem letzten Kampf 2013 erklärte er seinen Rücktritt. Ob seine Boxkarriere weiter geht oder tatsächlich zu Ende ist – man weiß es nicht. Er hat nach wie vor einen guten Namen im Boxsport. Tua wäre nicht der erste Ü 40 Boxer, den eine gute Börse wieder in den Ring lockt.

Bereits im Alter von 15 Jahren wurde David Tua neuseeländischer Meister im Schwergewicht. Bei den olympischen Spielen in Barcelona holte er 1992 Bronze. Er unterlag im Halbfinale dem Nigerianer David Izon, den er vier Jahre später als Profi durch ein TKO 12 besiegen konnte. Nach den Olympischen Spielen von Barcelona wurde Tua Profi. Die ersten 27 Kämpfe konnte er für sich entscheiden, 23 davon vorzeitig. Seinen ersten Titelkampf um den WBC-International gewann er durch KO 1 spektakulär gegen John Ruiz. Diesen Titel verteidigte er 4 mal, bis er im Juni 1997 an Ike Ibeabuchi durch Punktniederlage scheiterte. Ein Kampf zwischen Tua und Tyson, wie ihn viele Boxfans erwarteten, fand leider nie statt.

Es folgte eine Serie von 10 Siegen, u.a. gegen Hasim Rahman, bis er am 11. November 2000 in Las Vegas gegen Lennox Lewis um 3 WM-Titel boxte. Dieser Kampf ging nach Punkten verloren. Danach wollte er sich für einen IBF-Titelkampf qualifizieren. Er siegte durch KO 6 gegen Danell Nicholson, unterlag dann aber Chris Bird nach Punkten. Es folgten wieder 4 vorzeitige Siege. In einem weiteren Versuch, sich für einen IBF-Titelkampf zu qualifizieren erzielte er im zweiten Kampf gegen Hasim Rahman ein Unentschieden. Danach kam eine Pause von 2 Jahren, die wohl durch Streitigkeiten mit seinem Management bedingt war. Zwischen 2005 und 2007 absolvierte Tua 6 Kämpfe, ohne jedoch wieder in Titelnähe zu kommen.

Nach einer weiteren Pause zwischen 2007 und 2009 kehrte er wieder in den Ring zurück und erkämpfte gegen Shane Cameron 2 kleine WBO Titel, die er zweimal verteidigte. Gegen Monte Barrett scheiterte er im August 2011 nach Punkten. Allerdings stellte sich später heraus, dass Barrett bei diesem Kampf verbotene Substanzen im Körper hatte. Die Bemühungen von Tuas Anwalt, den Kampf annulieren zu lassen und ihm die Titel zurück zu geben, verliefen jedoch im Sande. Ein letzter Versuch, noch einmal „oben mitzumischen“ misslang im November 2013, als er dem Weißrussen Alexander Ustinov deutlich nach Punkten unterlag. Damals war davon die Rede, Tua stünde ein WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko in Aussicht, wenn er Ustinov besiegt. Doch das ging leider daneben. Tua galt als einer der besten Schwergewichtler, konnte aber nie einen der großen Titel gewinnen.

Einige der spektakulärsten Siege:

http://youtu.be/p3JanakP-Uk