Laut ESPN-Experte Dan Rafael hat James Kirkland den geplanten Kampf mit Gabriel Rosado konsequent vermieden. So soll der US-Amerikaner zu keinem Zeitpunkt Interesse an dem Gefecht gezeigt haben.
„Zuerst hat er gesagt, es wäre zu wenig Zeit zum trainieren!“, so Rafael. „Als die von HBO ihm eine Verschiebung angeboten haben, hat er vorgeschoben, es wäre zu wenig Geld!“ Die Theorie, dass für Kirkland ein Kampf mit Canelo Alvarez anstehen könnte, scheint zudem ebenfalls nicht als Ausrede zu gebrauchen zu sein. „Sowohl Canelos Team als auch HBO haben bestätigt, dass Kirkland kein Kandidat ist!“
James Kirkland war bereits in der Vergangenheit durch die Absage von Kämpfen aufgefallen. Vor zwei Jahren war es Alvarez gewesen, der sich kurzfristig einen Ersatz suchen musste. Gründe waren auch damals nicht bekannt. Der von Ann Wolfe trainierte Kirkland gilt als äußerst schwieriger Charakter und saß bereits mehrfach im Gefängnis.
Im Endeffekt vergeht weiterhin Zeit für den 30 Jährigen Brawler, der seinen körperlichen Stil mit zunehmendem Alter wohl nur schwer aufrecht erhalten kann. Die Zeit für große Fights drängt, sodass es nicht verwunderlich ist, dass die Fans in den Internetforen mit Kritik und teilweise sogar Spott auf die Absage reagierten.