Jack Culcay vs Dennis Hogan

Jack Culcay bleibt Interims-Weltmeister der WBA. Der 30 Jährige Halbmittelgewichtler bezwang seinen bisher unbesiegten Herausforderer Dennis Hogen aus Australien über 12 Runden klar nach Punkten.

Es stellte sich schnell heraus, dass Culcay enorme stilistische Vorteile hatte. Der in Ecuador geborene Deutsche hatte mit Hogan einen dankbaren Gegner vor sich. Der Australier war von den Anlagen her auch eher ein boxerisch agierender Mann, hatte aber sowohl technische Nachteile als auch den geringeren Speed. So kam es, dass Culcay immer wieder mit explosiven Einzelhänden oder einem doppelten linken Haken durchkam. Hogan konnte weder seine Reichweite ausnutzen, noch war er in der Lage, auf eine druckvolle Taktik umzustellen. So kam es, dass er über 12 Runden sein bestes gab, aber letztendlich durchgehend von Culcay ausgeboxt wurde. Der Deutsche wiederum agierte zwar souverän, ließ es zuweilen aber an Killerinstinkt und Aktivität vermissen.

Am Ende siegte Culcay mit 119-109, 117-111 und 116-112 und durfte seinen Titel behalten. Als nächstes sollte eigentlich ein Duell mit dem echten Weltmeister Erislandy Lara anstehen. Dieser schielt in letzter Zeit aber eher in Richtung Gennady Golovkin. Sollte er diesen Kampf allerdings nicht bekommen, könnte Culcay durchaus zu seiner Titelchance in den USA kommen.