Wie es aussieht, trennen sich in Zukunft die Wege von 3-fach Weltmeisterin Cecilia Braekhus und dem Sauerland-Team. In einem Interview mit der Internet-Sportseite nrk.no gab die „First Lady“ am 24. April zu verstehen, dass sie sich nach Vertragsende von Sauerland trennt in Zukunft selbst promoten will. Damit ist dann wohl das Thema Frauenboxen für das Sauerland-Team fast komplett erledigt, wenn man davon absieht, dass Klara Svensson zuletzt bei einer Sauerland – Veranstaltung geboxt hat.
Braekhus zeigte sich in dem Interview unzufrieden mit ihrem jetzigen Stand und macht das an mehreren Gegebenheiten fest. Sie sei unzufrieden darüber, dass es nicht gelungen sei einen Kampf gegen Holly Holm zustande zu bringen. Darüber hinaus sagte sie, dass sie eigentlich auch um einen 4. Titel, den der IBF, boxen wollte, was ebensowenig zustande gekommen sei. Ob das nun die einzigen und Ausschlag gebenden Gründe für die Trennung sind, kann man nur aus der Ferne beurteilen.
Offenbar ist man sich noch nicht ganz einig, was die Vertragsdauer betrifft. Braekhus-Anwalt Morten Andreassen sagt, er habe keinen Zweifel daran, dass der Vertrag ausgelaufen sei. Das Sauerland-Team sei der Meinung, dass der Vertrag noch gültig ist. Nisse Sauerland verweist darauf, dass man Braekhus von Anfang an unterstützt habe und das man die jetzige Situation bedauere. Er hoffe, dass diese Situation nicht vor Gericht endet.
Letztendlich wird es wohl um Geld gehen. Der „Buschfunk“ sagt, dass Cecilia Braekhus überhaupt nur deshalb bei Sauerland ins Team kam, weil sie einen dicken TV-Vertrag mitbrachte. Jetzt wo die 3-fache Weltmeisterin ist, sieht sie es gewiss nicht mehr ganz so locker, diese enormen Verdienstmöglichkeiten zu Gunsten von Sauerland in den Wind zu schießen. Zu gut deutsch: Sie will nach Vertragsende nicht mehr teilen. Wenn sie eigene Wege gehen will, dann macht sie das gleiche wie z.B. die Klitschko-Brüder oder Felix Sturm vor ihr. Wie es aussieht, wird sie sich in Zukunft unter eigenem Namen als „Team Braekhus“ selbst promoten und erhält dabei von ihrem Anwalt und ihrem Manager Unterstützung. Ob das was mit „Undank“ zu tun hat oder ein ganz normaler geschäftlicher Vorgang ist, sei mal dahingestellt und kommt wohl auf den Blickwinkel an.




