Joe Smith Jr. konnte in der Nacht zum Sonntag den 51 Jährigen Bernard Hopkins aus dem Ring prügeln und als erster stoppen. Hopkins zog sich bei dem Sturz eine Knöchelverletzung zu und versuchte nicht einmal, zurück in den Ring zu klettern.

Zu Beginn machte Smith ordentlich Druck, während Hopkins erst einmal darum bemüht war, die frühen Attacken des aggressiven Punchers abzuwehren. Mit reichlich Klammern und Meidbewegungen konnte Hopkins zwar größeren Schaden vermeiden, geriet aber auf den Punktzetteln ins Hintertreffen. Dies änderte sich ab der 4. Runde, in der Hopkins allmählich warmlief und den etwas wilder werdenden Smith nun vermehrt abkonterte. In der Folge konnte Hopkins mehrere Runden für sich verbuchen und schien Smith mit seinem frustrierenden Stil zunehmend den Schneid abzukaufen. Doch der irisch-stämmige New Yorker meldete sich eindrucksvoll zurück, als er in der 6. Runde eine Kombination landete, welche Hopkins aus dem Ring beförderte. Der Box-Opa war zwar bei Bewusstsein, landete aber derart unglücklich, dass er sich eine Verletzung am Knöchel zuzog und es in den 20 Sekungen, die ihm laut Regelwerk zustehen, nicht zurück in den Ring schaffte. Stattdessen versuchte er, Argumente für ein No Contest oder eine Disqualifikation zu finden, indem er behauptete, geschubst worden zu sein. Die TV Bilder widerlegten dies aber relativ schnell.

Mit diesem Sieg dürfte für Joe Smith Jr. nun eine einträgliche Zukunft anstehen. Neben einem Showdown mit Sean Monaghan, welcher die irische Gemeinde in den USA begeistern und einen schönen Brawl garantieren würde, könnten auch größere Fights anstehen, wenn einer der Weltmeister nach einem namhaften, aber schlagbaren Gegner sucht.