Der Weltverband WBA macht es möglich: Kaum hat Adrian Broner seinen Kampf gegen Shawn Porter grandios verloren, darf er gleich im Anschluss um eine WM boxen. Es geht am 3. Oktober gegen den Russen Khabib Allakhverdiev um den WBA-Titel im Halbwelter. Bei der WBA nennt sich diese Gewichtsklasse Superleicht.
Der bisherige Träger des Super-Titels im Superleichtgewicht der WBA, Danny Garcia, steigt um eine Gewichtsklasse auf. Einen regulären Weltmeister gibt es in dieser Gewichtsklasse bei der WBA im Moment nicht. Von 2012 bis 2014 „regulärer Champ“ war eben dieser Russe Khabib Allakhverdiev, der den Gürtel im April 2014 an Jessie Vargas verlor. Seit dem stand er nicht wieder im Ring.
Warum ausgerechnet Adrian Broner der Gegner im Kampf um den vakanten Titel ist, kann man bestenfalls damit erklären, dass er im WBA-Ranking dieser Gewichtsklasse auf Platz 2 liegt. Vor ihm liegt nur der 23-jährige Interim-Champ Jose Benavidez (23(16)-0-0), gegen den dann wohl sehr bald eine Pflichtverteidigung ansteht. Verständlich nachvollziehen lässt sich dieses WBA-Gedöns nicht. Normalerweise hätte Benavidez Weltmeister werden müssen, als Jessie Vargas den Titel wegen einer Niederlage in einem WBO-Kampf verlor.
Letztendlich ist diese ganze Titelvergabe und besonders wer bei der WBA gegen wen um welchen Titel kämpfen darf recht merkwürdig bis undurchsichtig. Es kommt wohl besonders darauf an, als Boxer gute Beziehungen zum Verband zu pflegen, um einen der 3 Titel (Super-Weltmeister, Weltmeister, Interim-Weltmeister) zu bekommen. Besser nicht weiter darüber nachdenken und einfach nur auf einen guten Fight hoffen.