Der Schwergewichtler Fres Oquendo, 37(24)-7(2)-0 steht aktuell in Verhandlungen mit Ruslan Chagaev, 32(20)-2(1)-1. Dies gab Oquendo am Dienstag gegenüber US-Medien bekannt. Der Kampf soll in Usbekistan stattfinden und einen neuen WBA Titelträger bestimmen.

Der reguläre WBA Titel war zuletzt im Besitz von Alexander Povetkin, ehe dieser gegen Super-Champion Wladimir Klitschko verlor. Jetzt soll der Gürtel erneut ausgeboxt werden. Kritiker werfen dem Verband vor, dies aus finanziellen Gründen zu tun. Wer einen WM-Gürtel ausboxen lässt, muss nämlich Gebühren an die WBA zahlen. Bei zwei Weltmeistern kassiert der Verband also doppelt.

Ruslan Chagaev war in letzter Zeit eher ein Boxer, der im Hintergrund agierte. Im Oktober schaffte er es, Jovo Pudar nach Punkten bezwingen, konnte aber wie in seinen Kämpfen zuvor nicht restlos überzeugen. Die beste Zeit des 35 Jährigen Usbeken scheint bereits vorbei zu sein.

Womit sich Fres Oquendo einen Kampf um den vakanten Titel verdient hat, ist ebenfalls fraglich. Der 41 Jährige boxte in den letzten Jahren äußerst selten und konnte dabei auch nur Leute wie Derick Rossy oder Joey Abell schlagen. Zu seinen besten Zeiten galt der US-Amerikaner als Favoritenschreck, der öfters auf den Punktzetteln benachteiligt wurde. Inzwischen dürfte er aber auch schon etwas über den Zenit sein.