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Bei der 2. Veranstaltung der Deutschen Frauenmeisterschaft 2014 in Weißenburg/Bayern bekamen die Zuschauer 10 spannende Kämpfe zu sehen, in denen vom Blitz-TKO bis hin zum technischen Faustfechten sämtliche Facetten des Boxsports enthalten waren.

 

Juniorinnen, 45 Kilo

Im ersten Kampf des Tages trafen Daytona Hansen (Schleswig Holstein) und Nicole Strak (Niedersachsen) aufeinander. Es entwickelte sich ein harter Schlagabtausch, zu dessen Beginn Strak leichte Vorteile für sich verbuchen konnte. Auch in der 2. Runde hatte Strak die besseren Aktionen. Hansen landete einige Konter, ließ sich aber zu oft auf den Schlagabtausch ein. Es folgte ein Anzählen der Schleswig Holsteinerin, die sich aber nicht weiter beeindruckt zeigte und mutig nach ihrer Chance suchte. In der 3. Runde schaffte es Strak erneut, klare Treffer zu landen und erzwang ein erneutes Anzählen. Daraufhin brach Hansens Ecke den Kampf ab, sodass Nicole Strak durch Aufgabe siegte.

Juniorinnen, 48 Kilo

Charlotte Hoffmann (Bayern) bekam es anschließend mit Emily Mauermann (Sachsen) zu tun. Hoffmann startete offensiv und konnte – Zur Begeisterung des bayrischen Publikums – einige harte Treffer ins Ziel bringen. Mauermann wehrte sich tapfer, fand aber zunächst nur schwer Zugang zum Kampf. Im Verlauf des 2. Durchgangs konnte Mauermann ihre Führungshand besser ins Spiel bringen und aus dem Rückwärtsgang heraus Konter landen. Hoffmann stürmte noch immer an, konnte ihre Führung aber nicht ausbauen. Dementsprechend herrschte enorme Spannung, als es in die letzte Runde ging. Hoffmann stürmte noch einmal an und konnte mehrfach ihre rechte Schlaghand ins Ziel bringen. Mauermann hatte ihrerseits solide Einzelhände drin, schaffte es aber am Ende nicht ganz, den Kampf zu drehen. Charlotte Hoffmann siegte nach Punkten und zog ins Halbfinale ein.

Juniorinnen, 51 Kilo

Danach kam es zum Duell zwischen Anika Scheuermann (Sachsen Anhalt) und Talia Aydogdu (Baden Württemberg). Die international erfahrene Scheuermann erwischte mit ihrem variablen Angriffsboxen den besseren Start, wurde aber zuweilen von den Gegenangriffen Aydogdus überrascht. Auch in der 2. Runde behielt Scheuermann die Oberhand, musste für ihren Vorsprung aber durchaus hart arbeiten. Aydogdu konnte ihre erfahrene Gegnerin vielleicht nicht gefährden, aber zumindest ein wenig ärgern. Dies sollte sich aber ändern. Im 3. und letzten Durchgang warf Aydogdu noch einmal alles nach vorne und konnte hinten raus noch einmal ordentlich aufholen. Dennoch reichte Scheuermanns Vorsprung, um einen Punktsieg ins Ziel zu retten.

Juniorinnen, 54 Kilo

Johanna Koelln (Niedersachen) traf anschließend auf Sabine Fiedler (Sachsen). Es entwickelte sich ein enges Duell, in dem Fiedler den besseren Start hatte, ehe Koelln in der zweiten Hälfte der Eröffnungsrunde ein wenig aufkam. In der 2. Runde konnte sich Koelln zunehmend mit harten Körperserien und der höheren Schlagfrequenz absetzen. Fiedler hatte zwischendurch eine krachende Rechte drin, tat insgesamt aber zu wenig, um die Runde zu holen. Auch im 3. Durchgang war es Koelln, die sich Vorteile verschaffen konnte. Fiedler suchte tapfer ihre Chance, hatte im Endeffekt aber nicht die Mittel, um ihre Gegnerin in ihrem Vorwärtsdrang zu bremsen. Am Ende siegte Johanna Kölln verdient nach Punkten.

Juniorinnen, 57 Kilo

Nun kollidierten Sina Anders (Thüringen) und Elsa Kowalcuk (Nordrhein Westfalen). Anders mühte sich redlich, sah sich aber einer starken Gegnerin gegenüber, die gleich zu Beginn gut durchkam und ein Anzählen der Saalfelderin erzwang. Auch in der 2. Runde blieb Kowalcuk dominant. Anders achtete nun ein wenig mehr auf ihre Deckung, hatte Offensiv aber Probleme, eigene Akzente zu setzen. Dieses Muster setzte sich auch in der 3. Runde fort. Kowalcuk zeigte eine souveräne Leistung und konnte am Ende einen verdienten Punktsieg feiern.

Jugend, 48

Anschließend bekam es Marie Maciejewski (Mecklenburg Vorpommern) mit Lucia Langer (Nordrhein Westfalen) zu tun. Maciejewski erwischte den besseren Start und konnte sich dank ihrer schnellen Kombinationen absetzen. Auch im 2. Durchgang blieb dieses Muster erhalten. Langer war zwar bemüht, zeigte sich zuweilen aber etwas verhalten und ließ zu, dass Maciejewski den Stil des Kampfes bestimmte. Während der 3. Runde brachte Maciejewski zunehmend ihre harte Rechte unter, indem sie sich Langer an den Seilen zurecht stellte. Die Boxerin aus NRW zeigte sich nach wie vor beherzt, fand aber kein Mittel, um Maciejewski beizukommen. In der 4. und letzten Runde warfen beide Kämpferinnen noch einmal alles nach vorne. Maciejewski blieb aber nach wie vor überlegen und sicherte sich am Ende einen verdienten Punktsieg.

Jugend, 48 Kilo

Nun kam es zum Duell zwischen Bigenur Aras (Hessen) und Lorena Schmid (Sachsen). Aras konnte sich relativ schnell Vorteile verschaffen, indem sie Schmid mit einem Schlaghagel bearbeitete und ein Anzählen erzwang. Daraufhin wollte der Ringrichter den Kampf noch einmal freigeben, wurde aber durch den Wurf des Handtuchs daran gehindert. So kam es, dass Bigenur Aras einen äußerst flinken Aufgabe-Sieg feiern durfte.

Jugend, 57 Kilo

Jetzt kam die Stunde von Katharina Wünschmann (Brandenburg) und Madeleine Morhardt (Baden Württemberg). Es entwickelte sich ein enger Kampf auf hohem technischem Niveau. Klar absetzen konnte sich zunächst keine der Beiden. Ab der 2. Runde konnte Morhardt zunehmend Vorteile für sich verbuchen, indem sie während der einzelnen Schlagabtäusche mehr Übersicht bewies und so manchen linken Haken ins Ziel brachte. Wünschmann blieb aber stets bissig und rannte im 3. Durchgang beherzt gegen den Rückstand an. Der Kampf verlief hitzig, blieb aber immer fair. Dieses Muster setzte sich auch in der 4. Runde fort, als sich beide Boxerinnen einen sehenswerten Schlagabtausch lieferten. Letztendlich blieb Morhardt aber einen Tick stärker und holte sich den Punktsieg.

Elite, 54 Kilo

Im letzten Kampf der Veranstaltung traf Kristina Slobodyanikov (Bayern) auf Franziska Lyß (Niedersachsen). Lyß war darum bemüht, ihren Jab zu etablieren und Druck aufzubauen. Dabei wurde sie aber wiederholt von Slobodyanikovs rechter Schlaghand erwischt. Auch in der 2. Runde zeigte Lyß gute technische Ansätze, agierte aber teilweise recht offen. Slobodyanikov nutzte die sich bietenden Lücken und konnte sich eine solide Führung aufbauen. Dieses Muster blieb auch im 3. Durchgang erhalten. Die Lokalmatadorin nutzte die sich bietenden Lücken und konnte auf diese Weise mehrfach die Rechte unterbringen. Lyß war noch immer bemüht, verlor aber hinten raus ein wenig die Linie. Nachdem auch die 4. Runde keine Änderungen gebracht hatte, wurde Krisina Slobodyanikov zur verdienten Punktsiegerin erklärt.

Juniorinnen, 48 Kilo

Anschließend kamen Katja Schulze (Bayern) und Alisa Dahler (Süd-West) an die Reihe. Es entwickelte sich ein recht enger Kampf, zu dessen Beginn sich keine der Kämpferinnen klar absetzen konnte. In der 2. Runde konnte sich Dahler hauchdünne Vorteile verschaffen, musste aber stets vor der beherzten Schulze aufpassen. Dementsprechend blieb das Gefecht, in dem harte Schlagabtäusche das Bild bestimmten, bis zum Schluss offen. In der 3. und letzten Runde drehte Schulze noch einmal richtig auf und konnte Dahler mehrfach mit ihren Kopfhaken erwischen, welche die letzte Runde deutlich nach Bayern holten. Unter dem Strich war Katja Schulze die strahlende Siegerin.