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Erik Pfeifer konnte sich am Freitagabend den WM Titel bei den AIBA-Profis sichern. Der Niedersachse bezwang seinen algerischen Rivalen Mohammed Arjaoui über 5 Runden nach Punkten und sicherte sich damit auch die Olympia-Qualifikation.

Der Kampf startete recht eng. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte sich der Deutsche mit seiner überlegenen Technik allmählich Vorteile verschaffen und hatte ab der 3. Runde eine Führung inne, welche er in einem recht physischen, unterhaltsamen Kampf stets zu verteidigen wusste. Arjaoui verlangte Pfeifer zwar einiges ab, hatte letztendlich aber meistens eine Hand weniger im Ziel. Dementsprechend siegte der Deutsche am Ende mit 78-74. Somit ist Pfeifer nicht nur der erste Weltmeister der „Amateur-Profis“, sondern auch Olympiateilnehmer in Rio 2016.

Auch sein ebenfalls im Superschwergewicht boxende Teamkamerad Ali Kiydin konnte bei der Veranstaltung siegen. Der schlagstarke Hesse siegte mit 3-0 Richterstimmen über Ahmed Samir. Obwohl Samir durchaus bemüht war, hatte er den wuchtigen Haken Kiydins lediglich ein starkes Kinn entgegen zu setzen. Somit fand Kiydin nach zwei Bundesliga-Niederlagen wieder zurück auf die Erfolgsspur.

Obwohl die Olympiateilnahme Pfeifers sicherlich etwas ist, worauf die Deutschen Boxfans stolz sein können, muss man sich die Frage stellen, ob es wirklich fair ist, wenn AIBA Profis zu Olympia dürfen, die etablierten Profis dagegen nicht. Denn letztendlich sollte die Prestige-trächtige Olympiade ein Vergleich zwischen den besten Athleten der Welt sein.